„Für mich ist das mein normales Leben“, sagt die 29-Jährige zu dem Livestyle, den sie seit 2023 in Mumbai führt, weshalb sie sich umso mehr gefreut hätte, dass sie an der Doku teilnehmen konnte. Denn der Alltag in der Metropole unterscheide sich deutlich zu dem in Deutschland. Eines sei ganz besonders in der indischen Filme-Industrie: „Es ist einfach diese Schnelllebigkeit“, erzählt Spiegel. „Man bekommt eine Nachricht für ein Vorsprechen und geht hin, dann wird man sofort eingesetzt oder hört nie mehr wieder etwas davon…“
Die Arbeitszeiten wären auch ein prägnanter Teil in der Bollywood-Szene. „Für den Dreh der ARD-Doku wurde ich auf 17 Stunden-Drehtagen begleitet“, erzählt die Bronnzellerin. An drei Tagen filmte das Team während einem Dreh außerhalb Mumbais. „Es war surreal und hat viel Spaß gemacht“, lacht Spiegel. Für sie sei dieses Leben zwar fordernd, jedoch nicht mehr wegzudenken. Die Faszination für die indische Kultur war bei ihr in der Schauspielschule in Los Angeles gereift.
Reporter Samuel Häde begleitet in der ARD-Kultur-Doku seinen besten Freund und Schauspieler Anant Joshi. Er blickt dabei hinter die Kulissen der Bollywood-Stars in Indien und schaut sich die harten Arbeitsbedingungen an. Während der Doku trifft Häde auf Spiegel und erfährt, wie sie Jobs erhält und überhaupt in die Filmszene gekommen war. Einige Inhalte der Filme werden preisgegeben, die Dreharbeiten wurden mitgefilmt. Spiegel erzählt, dass ihr Alltag zumindest auch für den Reporter sehr anstrengend gewesen sei.
Sie nimmt die Zuschauer in der Doku mit in das echte Schauspielleben, neben anderen Dingen, die sie zu bewältigen hat. Neben den Dreharbeiten in Indien arbeitet die 29-Jährige in einem Zweitjob als Social-Media-Managerin. Aus dem Dreh der Doku nahm Spiegel sehr viel Positives mit: „Ich habe coole Menschen kennengelernt und es war ein sehr wertschätzendes und schönes Gefühl“.
Die Bronnzellerin freute sich, als sie die Möglichkeit über mehrere Kontakte für die Dreharbeiten bekam: „Auf einmal war ich auch wieder connected nach Deutschland“. Sie wünschte sich schon länger einen Bezug zu ihrer Heimat, und sei umso glücklicher gewesen, als es klappte. „Es ist immer schön, wenn etwas aus der Heimat kommt“, sagt Spiegel. Das Feedback hätte sie ebenso gefreut: „Ich bekam sehr viele Nachrichten und positive Resonanzen zu dem Dreh“. Ihre Familie sei ganz besonders stolz auf sie gewesen. Jährlich zu Weihnachten kommt Spiegel nach Fulda und besucht ihre Liebsten.
Die ARD-Doku aus der Y-Kollektiv-Reihe: „Mein bester Freund ist Bollywood-Star“ ist in der ARD-Mediathek abrufbar.
Zwischen Fulda und Filmset: Lisa-Marie Spiegel erobert Bollywood
