Lokales FD 04.07.2026

Von Kirche bis Grillenburg – CDU mit Bürgern in Lehnerz unterwegs

Lehnerz (st) – Zur ersten Sommerbegehung des Jahres hatte am Freitagabend die CDU-Stadtverordnetenfraktion nach Lehnerz eingeladen. Themen waren dabei die Kirche St. Elisabeth, das Pfarrhaus, die neue Kindertagestätte, die Grundschule, das neue Ärztehaus neben der Apotheke, das Studenten- und Auszubildendenwohnheim und das Bürgerhaus Grillenburg. Wie seit Jahren schon ist die Grillenburg immer noch ein wichtiges Diskussion-Thema für die Bürger.

Fotos: Stephanie Trapp

Treffpunkt der Sommerbegehung der CDU war am Freitagabend die St. Elisabeth Kirche in Lehnerz. Diese stand auch als erster Punkt auf der Tagesordnung. „Alle Dinge, die wir heute Abend und bei den anderen Begehungen aufnehmen, werden wir weiterverarbeiten“, erklärte Michael Ruppel, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion. Die Kirche zähle zu den Wahrzeichen von Lehnerz und wurde im Jahre 1977 eingeweiht. „Wir haben uns heute hier an der Kirche getroffen, weil uns in den kommenden Monaten und Jahren den Stadtteil sicherlich etwas beschäftigt“, erzählte Ruppel und fügte an: „Und das ist das Immobilienkonzept des Bistums.“ Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld war vor Ort. „Der Stadtteil Lehnerz ist der, in dem im Moment fast die meisten Projekte laufen“, sagte Wingenfeld. Er erhoffe sich von der Begehung das direkte Gespräch, denn für ihn sei der direkte Dialog in der heutigen Zeit wertvoll.

Zuerst wurden alle Anwesenden in die Kirche gelotst. Während der neue Kindergarten gebaut wurde, wurde der untere Teil der Kirche als Auslagerung genutzt. Das Immobilienkonzept des Bistums soll zum 1. Januar 2028 in Kraft treten. Es gebe auch schon die ersten konkreten Schritte des Zusammenwachsens. Nach dem Vorschlag des Bistums sei die Lehnerzer Kirche eine C-Kirche, was bedeute, dass ab 2027 schon keine finanzielle Unterstützung mehr geboten werde. Was jetzt allerdings mit der Kirche passieren soll, wenn sie nicht weiter finanziert werden kann, sei offen.

Der nächste Punkt auf dem Programm war die Kindertagesstätte. Diese wurde nach zweijähriger Bauphase im September eingeweiht und eröffnet. Rund sechs Millionen Euro sind in den neuen Gebäudekomplex geflossen, der Platz für sechs Gruppen bietet. Mit einem Aufzug ist die zweite Etage erreichbar, somit ist der Kindergarten barrierefrei. „Wichtig war, den Kindergarten an gleicher Stelle zu haben, was auch legitim ist, aber Aufwand mit sich zog“, erklärte Stadtbaurat Daniel Schreiner, denn die Kinder mussten für die Dauer des Baus anderweitig untergebracht werden. Neben dem Kindergarten sollen noch Spielmöglichkeiten im Außenbereich gebaut werden, die dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. „Die Spielpunkte, die vorgesehen sind, stehen öffentlich zur Verfügung, was natürlich wichtig für die Lehnerzer Familien ist“, ergänzte Wingenfeld. Auch die Grundschule sei aktuell ein wichtiger Punkt auf der Agenda. Nachdem der Pausenhof neugestaltet wurde, soll hinter der Turnhalle ein neues Gebäude entstehen, das als Mensa genutzt werden kann. „Es soll ein Holzgebäude die Schule ergänzen. Die Maßnahmen für die Mensa beginnen im August“, erzählte Schreiner.

Weiter ging es zur Burg Apotheke. Neben dieser soll ein neues Gebäude für Arztpraxen entstehen, davon zwei für Fachärzte. Diese Räumlichkeiten seien auch schon vergeben. Der Parkplatz soll im Zuge dessen auch erneuert werden und das neue Gebäude dann auch von hinten begehbar sein. Ziel sei es, die ärztliche Infrastruktur zu stärken. Im Obergeschoss des Ärztehauses sollen Wohnungen für Auszubildende und Studierende entstehen. Dies wird vom Land Hessen gefördert. „Das Förderprogramm gibt es erst seit zwei Jahren“, wie Wingenfeld sagte.

Danach war das neue Wohnheim für Auszubildende und Studierende ein Thema. Auch dieses Gebäude wird durch das Land Hessen gefördert. Hier entstehen 48 Wohnplätze auf 17 Wohneinheiten auf über 1400 Quadratmetern. Es soll eine PV- Anlage installiert werden, um die Nebenkosten niedrig zu halten.

Der letzte Punkt – und der wichtigste für die Lehnerzer – war die Grillenburg: Die Gastronomie wurde vor ein paar Jahren geschlossen, der Hotelbetrieb eingestellt. Zwischenzeitlich war das sanierungsbedürftige Gebäude als Unterkunft für geflüchtete Menschen genutzt worden, aktuell werden die Räume von Vereinen genutzt. Die Vorstellungen von Stadt und Ortsbeirat zur Zukunft der Grillenburg waren unterschiedlich und was aus dem Haus mit dem markanten Turm werden soll ist weiter offen. „Es gibt noch keine Patentlösung“, machte Wingenfeld deutlich.

Zum Abschluss gab es noch eine Diskussionsrunde. Warum entsteht für Familien kein Wohnraum, sondern nur für Studierende und Auszubildende? - Das war eine von diversen Fragen zu unterschiedlichen Themen, die aus den Reihen der Bürger kamen.

 

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