„Wir erwarten in diesem Jahr wieder um die 800.000 Besucher, denn das ist die Zahl, die wir im Jahr 2025 erreicht haben“, sagte Bürgermeister Dag Wehner. Dazu werden etwa 58.000 Übernachtungen in den umliegenden Hotels erwartet. Aus den Marktforschungsauswertungen liegen die durchschnittlichen Ausgaben eines Gastes bei 24,50 Euro, wie Wehner erzählte. Mit den Ausgaben der Besucher und den Übernachtungen kalkuliert die Stadt eine Wirtschaftskraft von rund 27,5 Millionen Euro – deutlich mehr als die im vergangenen Jahr erwarteten 18 Millionen Euro.
Geöffnet hat der Weihnachtsmarkt mit seinen rund 100 Ständen, wovon 28 Warenstände sind, wieder täglich von 11 bis 20 Uhr, lediglich am Totensonntag (22. November) bleiben die Buden geschlossen. „Da haben wir die letzten Jahre dran gearbeitet, um das Warenangebot auszuweiten“, sagte Dominik Höhl, Amtsleiter Tourismus- und Marketingmanagement der Stadt. Nach wie vor sind die fünf verschiedenen Themenmärkte eine Besonderheit des Fuldaer Weihnachtsmarktes. Dazu gehören der traditionelle Weihnachtsmarkt rund um den Universitätsplatz, der Winterwald, das mittelalterliche Weihnachtsdorf im Museumshof, der Regio´Markt, sowie das Kinder-Weihnachtsland auf dem Dach vom Konzepthaus Karl. Der Regio`Markt legt, wie auch in den vergangenen Jahre, Wert auf regionale Produkte und ist mit 22 Hütten wieder gut aufgestellt.
Für die Kinder werden im Kinder-Weihnachtsland auf dem Karlchen von Donnerstag bis Sonntag verschiedene Mitmach-Aktionen angeboten, dazu gehören beispielsweise das Basteln von Weihnachtsdeko oder verschiedene Theateraufführungen. Der Höhepunkt ist, dass dort am 5. Dezember der Nikolaus vorbeischaut. Die Fahrgeschäfte bleiben nach wie vor auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt, wie Höhl erklärte. Eine Schlittschuhbahn auf dem Dach des Kaufhauses wird es dagegen in diesem Jahr nicht mehr geben, jedoch wird das Eisstockschießen erneut angeboten.
Auch die Rückkehr des Riesenrads gehört ebenso zu den angekündigten Highlights wie das Weihnachtssingen am 12. Dezember mit den Soundaholics. Im vergangenen Jahr hatte die Veranstaltung mit rund 14.000 Sängerinnen und Sängern einen Besucherrekord aufgestellt. Auch „Gospel Christmas“ auf dem Domplatz soll mit dem Gospelchor „Joyful“ stattfinden.
Auch das Barockkarussell wächst: Auf dem Borgiasplatz soll es in diesem Jahr mit einem Durchmesser von neun bis zehn Metern deutlich größer ausfallen. Beim Glühwein gibt es dagegen noch keine endgültige Preisansage, die Stadt hofft auf stabile Preise. Fest steht: Die Standkosten für die Händler werden in diesem Jahr nicht erhöht – was auch auf konstante Glühweinpreise hoffen lässt.
Änderungen im Sicherheitskonzept wird es nach aktuellem Stand nicht geben, wie Dag Wehner mitteilte. Die Stadt beobachte zusammen mit der Polizei die Entwicklungen der nächsten Wochen, um danach gegebenenfalls Änderungen vornehmen zu können und das Konzept anzupassen.
Der offizielle Aufbau des Weihnachtsmarktes beginnt bereits am 11. November, jedoch werden schon in den nächsten Tagen die ersten Lichterketten und Dekorationen angebracht und verwandeln die Innenstadt Fuldas in ein weihnachtliches Wunderland.
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