Über 30 Tage Lichterglanz und Glühweinduft erwartet die Fuldaer und Besucher der Barockstadt in diesem Jahr, denn der Markt öffnet schon ab Freitag, 21. November und lädt dann bis einschließlich 23. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr zum Stöbern und Verweilen ein, freitags und samstags haben die Essens- und Getränkestände sogar bis 22 Uhr geöffnet – einzige Ausnahme ist der 23. November (Totensonntag), da bleiben die Buden geschlossen. Neben den Ständen, an denen Dekorationen, Geschenke, Speisen und Getränke verkauft werden, gibt es natürlich auch wieder ein buntes Programm mit kleinen Aktionen, wie Walking Acts und Eisbildhauer, und großen Aktionen, wie dem Fuldaer Weihnachtssingen mit den Soundaholics, das am 13. Dezember auf den Domplatz lockt. „Hier werden wir in diesem Jahr auch einen etwas größeren, technischen Aufwand betreiben. Alle Besucher können sich schon mal auf das Finale freuen“, kündigte Dominik Höhl, Leiter des Amts für Tourismus- und Marketingmanagement der Stadt Fulda, an und wollte noch nicht zu viel verraten. Was Höhl jedoch bekanntgeben konnte, ist die Premiere eines 15 Meter hohen Riesenrads auf dem Uniplatz. „Das ist dann schon vom Bahnhof aus zu sehen und steht in einer super Symbiose mit der Pyramide.“ Um das Vorhaben zu realisieren, wird dazu die Kreuzung Rabanusstraße/Bahnhofstraße vollgesperrt.
Insgesamt erwartet die Stadt Fulda auch in diesem Jahr wieder zwischen 600.000 und 800.000 Besucher an den 32 Veranstaltungstagen, wie Bürgermeister Dag Wehner erklärte: „Es werden rund 100 Stände vertreten sein, davon 62 auf dem traditionellen Markt am Universitätsplatz. Dazu gibt es auf den insgesamt circa 12.000 Quadratmetern Fläche auch wieder die bekannten Themenmärkte.“ So werden neben dem traditionellen Markt auch wieder der Regio‘Markt am Buttermarkt, das mittelalterliche Weihnachtsdorf im Museumshof, der Winterwald auf dem Platz Unterm Heilig Kreuz, das Kinderweihnachtsland auf dem Borgiasplatz sowie der Wintergarten auf dem Dach des Kaufhauses Karl mit dabei sein. Im „Karlchen“ wird unter anderem die Schlittschuhbahn vergrößert, außerdem wird es neben einer zweiten Eisstockbahn jeden Samstag auch kostenfreie Kreativ-Workshops geben.
Auf dem Regio’Markt gibt es in diesem Jahr mit 26 Ausstellern zwei mehr als noch in 2024, dazu wurde das Beleuchtungskonzept überarbeitet: das Karussell als Highlight wird so ab dem 21. November in neuem Glanz erstrahlen. Darüber hinaus wird sich der Winterwald in Richtung Friedrichstraße etwas vergrößern – wo laut Veranstalterin Lisa Aulich auch die Glühweinpreise in diesem Jahr stabil bleiben werden: Wie bisher soll eine Tasse (0,2 Liter) 4,50 Euro kosten. Apropos Kosten: Aufgrund der neuesten Vereinbarung mit der Gema reduzieren sich die anfallenden Gebühren ab diesem Jahr bis mindestens 2028 um 35 Prozent. „Wir rechnen daher mit Kosten zwischen 35.000 und 40.000 Euro. Das bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie 2024, allerdings haben wir ja auch mehr Aussteller und Veranstaltungstage“, erklärte Höhl. Generell rechne die Stadt beim anstehenden Weihnachtsmarkt mit einer Wirtschaftskraft von 18 Millionen Euro, wie Dag Wehner anfügte.
Darüber hinaus beleuchtete Wehner auch die immer wichtiger werdende Thematik des Sicherheitskonzeptes. „Wir setzen auf eine andere Technik als in den Vorjahren mit Bussen oder Betonpollern, die die Zufahrtswege versperren“, erklärte Fuldas Bürgermeister: „Es soll in diesem Jahr mobile Anfahrtssperren geben, ähnlich derer, die bei der Sperrung der Friedrichstraße zum Einsatz kommen.“ Dazu arbeite die Stadt mit einem Lieferanten aus der Schweiz zusammen, Liefertermin für die mobilen Blockaden, die sich an bestimmten Stellen für Einsatzkräfte öffnen lassen, ist eine Woche vor dem Beginn des Weihnachtsmarktes. „Ansonsten wird neben dem Sicherheitsdienst natürlich auch die Polizei vor Ort präsent sein, wir sind dazu in enger Abstimmung mit Stadt- und Bundespolizei und beziehen auch aktuelle Vorkommnisse in unsere Planungen mit ein. Der Fuldaer Weihnachtsmarkt wird ein sicherer Weihnachtsmarkt“, betonte Wehner abschließend.
