Bei Euronics XXL EFM Fulda blickt Geschäftsführer Hans-Jürgen Müller auf einen starken November zurück. „Nach der Black Week und dem Black Friday sind wir allerdings etwas schleppend in den Dezember gestartet“, erklärt Müller. Der November sei „super gelaufen“, aktuell liege der Laden jedoch „leicht hinter den Erwartungen“. Die Black Week habe das Weihnachtsgeschäft deutlich vorgezogen: „Die Leute schauen immer mehr schon im November, was sie günstig bekommen können – dieses Jahr noch stärker als zuvor.“ Dennoch zeigt sich Müller zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir bis Weihnachten noch einmal aufholen können. Dramatisch ist das nicht.“
Im Sporthaus im Kohlhäuser Feld zeigt sich Geschäftsleiter Swen Wiesner insgesamt zufrieden, auch wenn die Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. „Wir waren vielleicht etwas euphorischer, aber unterm Strich passt es“, so Wiesner. Die Wetterlage habe sich bemerkbar gemacht, da bestimmte Kundengruppen ausgeblieben seien, wie Ski-Urlauber: „Gruppen wie die ‚Rhönrutscher‘ haben gefehlt.“ Positiv hebt er die eine oder andere Aktion wie den Skiservice hervor: „Unser Weihnachtskalender wurde sehr gut angenommen“.
Ein bewussteres Kaufverhalten beobachtet auch Carmen Kramm, Geschäftsleiterin des Modehauses Schneider. „Man merkt ganz deutlich, dass bewusster und mehr nach Bedarf gekauft wird“, sagt Kramm. Die Kaufkraft sei etwas geringer ausgefallen als erhofft: „Wir hätten uns schon etwas mehr gewünscht.“ Gut angekommen seien in diesem Jahr vor allem Outdoor-Bekleidung und Kaschmirpullover. „Schals und Mützen gehen natürlich immer gut als Geschenk“, ergänzt sie. Für den Endspurt sehe man sich jedoch gut vorbereitet: „Wir sind auf jeden Fall gewappnet, sodass die Leute bis zuletzt noch stöbern können – auch zu guten Preisen.“
Zufrieden zeigt sich Volker Elm, der gemeinsam mit seiner Frau Petra Elm die „Kostbar“ führt. „Wir können uns nicht beschweren und sind mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden“. Gleichzeitig beobachtet er ein verändertes Konsumverhalten: „Die Leute kaufen nicht mehr so viel und auch weniger Gutscheine. Es wird genauer darauf geschaut, was man wem schenkt.“ Der Fokus liege stärker auf Qualität und Genuss. Einen klaren Verkaufsschlager gebe es jedoch nicht: „Einen expliziten Renner hatten wir nicht – es war insgesamt sehr vielfältig.“ Besonders positiv sei zudem die Resonanz auf das Umfeld gewesen: „Viele Kunden haben die Passage und die Schaufenster als sehr entschleunigend empfunden.“
Sehr positiv fällt das Fazit bei der Buchhandlung Paul und Paulinchen aus. Geschäftsführerin Dagmar Belz-Böhm berichtet von einem äußerst starken Weihnachtsgeschäft: „Unsere Erwartungen sind mehr als erfüllt. Wir sind quasi überrannt worden.“ Ganz überraschend komme der Ansturm allerdings nicht: „Es war die letzten Jahre auch immer schon gut zur Weihnachtszeit, also konnten wir es auch ein Stück weit so erwarten.“ Die Stimmung im Geschäft sei entsprechend gut: „Die Stimmung bei uns ist prima und wir können uns vom Weihnachtsgeschäft her nicht beklagen.“
Deutlich kritischer fällt das Fazit bei „Das Landhaus“ aus. Geschäftsführerin Carina Schrimpf berichtet: „Das Weihnachtsgeschäft war schon schwächer als im Vorjahr.“ Zwar sei der Tourismus in Fulda weiterhin vorhanden, dennoch bleibe Luft nach oben. „Im Einzelhandel ist der Dezember zwar stärker als der Rest des Jahres, aber insgesamt hängen wir den Erwartungen hinterher“, so Schrimpf. Besonders gefragt seien rustikale Dekoartikel, außergewöhnlicher Weihnachtsschmuck und Windlichter gewesen. Mit Blick auf die Zukunft sagt sie: „Die kommenden Jahre werden schwer. Fulda hat noch Glück, weil viele Touristen in die Stadt kommen.“
Zufrieden zeigt man sich hingegen im Klosterladen. Mitarbeiterin Monika Moser erklärt: „Wir haben unsere Stammkunden, aber auch viele Besucher vom Weihnachtsmarkt, die bei uns vorbeischauen.“ Die Nachfrage sei insgesamt gut. Besonders gefragt seien die eigenen Produkte: „Unser selbstgemachtes Gebäck, Sirup, Marmeladen und Tee stehen im Weihnachtsgeschäft ganz oben.“ Bereits seit dem Herbst habe man eine steigende Kaufbereitschaft festgestellt.
