Erwartet wurden zahlreiche Gäste aus unterschiedlichen Lebenslagen. „Wir haben Heiligabend“, begrüßte Caritasdirektor Dr. Markus Juch die Anwesenden. „Und wir feiern seit vielen Jahren gemeinsam diesen Tag und verbringen schöne Stunden miteinander.“ Die Feier stehe nicht nur im Zeichen von Weihnachten, sondern auch des Jubiläums: Seit vier Jahrzehnten kommen Menschen an diesem Ort zusammen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder persönlicher Geschichte.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen sorgte der Kinderchor St. Bonifatius mit weihnachtlichen Liedern für eine festliche Atmosphäre. Anschließend blieb Zeit für Gespräche, Austausch und kurze Impulse. Gegen 15 Uhr wurden Kaffee und Kuchen serviert, bevor zum Abschluss Geschenktüten an die Gäste verteilt wurden.
Zu den Gästen zählten auch zahlreiche Vertreter aus Stadt, Kirche und Gesellschaft. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld überbrachte Grüße im Namen der Stadt Fulda und dankte den Organisatoren ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement: „Wir feiern die Geburt Christi und damit die Menschwerdung Gottes. Das bedeutet, dass wir heute gemeinschaftlich zusammen sein können. Umso wichtiger ist es, dass niemand an diesem Tag allein sein muss.“ Besonders hob er die vielen Ehrenamtlichen hervor, die diese Feier seit 1985 möglich machen.
Auch Generalvikar Dr. Martin Stanke richtete persönliche Worte an die Gäste. „Weihnachten bedeutet Gemeinschaft miteinander. Wir sind nicht allein“, sagte er. Es gehe um eine Botschaft der Annahme und der Nähe: „Wir glauben an einen Gott, der Sehnsucht nach uns Menschen hat – der uns liebt.“ Diese Erfahrung von Gemeinschaft tue gut, gerade in schwierigen Lebenslagen.
Sehr persönlich wurde es auch in den Worten von Stadtpfarrer Stefan Buß, der von seinem ersten Weihnachten berichtete, das er nach dem Tod seines Vaters zunächst allein verbringen sollte. Eine Einladung habe schließlich alles verändert. „Weihnachten vollzieht sich da, wo wir aufeinander zugehen und einander Freude schenken“, sagte Buß. Gemeinschaft sei das, was diesen Tag ausmache.
Für die organisatorische Seite dankte Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Caritasverbandes, allen Beteiligten. Unter dem Jahresthema „Caritas öffnet Türen“ betonte sie: „Wir haben nicht nur heute die Tür geöffnet, sondern das ganze Jahr über – und eigentlich schon seit 40 Jahren.“ Ohne Spenden und ehrenamtliches Engagement wären weder das Essen noch die Geschenke möglich.
Am Ende der Feier blieb vor allem eines spürbar: Dankbarkeit. Für das gemeinsame Essen, für offene Gespräche – und für eine Tradition, die seit vier Jahrzehnten zeigt, dass niemand an Weihnachten allein sein muss.
