Skandinavisches Hygge-Gefühl trifft den Nerv der Gäste
Ein besonderes Highlight war für viele Besucher die Gløgg-Hütte von Josef Hahner Junior. Mit seinem skandinavischen Konzept traf er nach eigenen Worten „eine Marktlücke“. „Die Erwartungen wurden auf alle Fälle erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen“, resümiert Hahner. Besonders gefragt waren der skandinavische Glühwein sowie ein Holunderlikör mit Sahne und Zimt. Das Konzept des nordischen Wohlfühlens – „Hygge“ – sei bei den Gästen spürbar angekommen. Freundliche Besucher, gut besuchte Wochenenden und zuletzt auch günstiges Wetter trugen zur positiven Bilanz bei. Für das kommende Jahr steht für Hahner bereits fest: „Ich werde mich auf alle Fälle wieder bewerben.“
Beständigkeit und Kollegialität am Mittelaltermarkt
Seit sieben Jahren ist Haro Skerstupp mit seiner Ledermanufaktur Teil des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes. Seine Bilanz fällt konstant zufrieden aus. „Der Markt hat sich bestätigt und die Erwartungen erfüllt“, so Skerstupp. Besonders Ledergürtel seien nach wie vor sehr gefragt. Geschätzt wird vor allem die besondere Atmosphäre innerhalb der Museumshof: geschützt, gemütlich, mit Feuerlicht und fernab des hektischen Trubels draußen. Hinzu kommt ein starkes Gemeinschaftsgefühl unter den Händlern. „Hier drin gibt es kein Konkurrenzdenken. Wir sind Kollegen, wir müssen fünf Wochen miteinander auskommen“, sagt Skerstupp. Auch durch das überwiegend milde Wetter sei der Markt auch in diesem Jahr insgesamt gut verlaufen.
Ausverkauf bei Engelhelm Spezialitäten
Sehr zufrieden zeigt sich auch Jürgen Marek von Engelhelm Spezialitäten. Nahezu alle Produkte seien bereits ausverkauft – übrig geblieben seien lediglich wenige Käsesorten. „Seitdem ich hier auf dem Weihnachtsmarkt bin, ist das der beste Markt, den ihr hier hatte“, zieht Marek im Vergleich zu den Jahren seit 2018 Bilanz. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt spiele für ihn auch der direkte Kontakt mit den Kunden eine große Rolle. Eine Rückkehr in 2026 sei fest eingeplant.
Zwischen Zuversicht und vorsichtigem Konsum
Etwas differenzierter blickt Kerstin Eller von Ellis Holzbrennerei auf den Markt. Nach einem aus ihrer Sicht schwierigen Vorjahr sei es diesmal zwar besser gelaufen, dennoch spüre sie, dass viele Besucher zurückhaltender einkaufen. „Man merkt, dass die Leute weniger kaufen“, sagt Eller. Dennoch schätzt sie den persönlichen Kontakt und die besondere Stimmung des Marktes. Seit über 25 Jahren ist sie – mit Ausnahme der Pandemie – regelmäßig dabei und möchte auch künftig nicht darauf verzichten: „Es macht einfach Spaß.“
Besucher aus ganz Deutschland
Überrascht von der großen Reichweite des Marktes zeigt sich Kathrin Zuspann vom Pier 36. Besucher aus Städten wie Aachen, Köln, Würzburg, Bamberg oder sogar aus Mecklenburg-Vorpommern seien gezielt nach Fulda gereist. „Die Leute sind total begeistert von der Stadt Fulda, und vom Weihnachtsmarkt an sich“, berichtet sie. Auch das City Marketing Fulda und die Gemeinschaft unter den Standbetreibern werden ausdrücklich gelobt. Das Wetter habe zusätzlich zu einem Besucherplus im Vergleich zum Vorjahr beigetragen. „Wir sind völlig geplättet, wie viele Gäste am Ende da waren“ erklärt Zuspann.
Lob für Organisation und Stadt Fulda
Zufrieden äußert sich auch Norman Richter vom Nussknacker-Stand am Uniplatz, dessen Familienbetrieb seit Jahrzehnten auf Weihnachtsmärkten vertreten ist. Trotz insgesamt vorsichtigerem Konsumverhalten seien die Erwartungen erfüllt worden. Besonders hebt Richter die Organisation hervor: „So gut wie dieser Weihnachtsmarkt ist fast keine Veranstaltung organisiert.“ Busse mit Besuchern aus verschiedenen Region, volle Sonntage und eine positive Grundstimmung hätten den Markt geprägt.
Zufriedenheit auch bei der „Extrawurst“
Ein positives Fazit zieht auch Michael Maasz vom Stand seiner „Extrawurst“. Der Weihnachtsmarkt sei insgesamt sehr gut besucht gewesen, was sich auch bei ihm bemerkbar gemacht habe. „Der Weihnachtsmarkt war sehr gut besucht und damit verbunden auch unser Stand. Wir sind zufrieden, wie es lief“, so Maasz. Besonders hilfreich sei zudem das überwiegend gute Wetter gewesen, das über weite Strecken für stabile Besucherzahlen gesorgt habe. Für das kommende Jahr steht für ihn bereits fest, sich erneut zu bewerben. Hervor hebt Maasz außerdem den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung: Die Betreiber seien „erst recht glücklich darüber, dass der gesamte Weihnachtsmarkt friedlich verlaufen“ sei.
Ob neue Konzepte, langjährige Tradition oder kulinarische Klassiker – der Fuldaer Weihnachtsmarkt konnte auch in diesem Jahr überzeugen. Die große Vielfalt, die besondere Atmosphäre und eine reibungslose Organisation sorgten bei den meisten Standbetreibern für Zufriedenheit. Viele von ihnen haben bereits angekündigt, im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen – ein deutliches Zeichen für den Stellenwert des Weihnachtsmarktes weit über die Region hinaus. Und wer die Atmosphäre nochmal mitnehmen will: Der Winterwald geht auch dieses Jahr wieder in die Verlängerung – er öffnet nochmal vom 27. bis 30. Dezember.
