Mit Frühstück und Bescherung: Weihnachten im Herz-Jesu

Für Fabian Wehner (rechts) und Silke Grosch ist Arbeiten an Weihnachten normal. Foto: Herz-Jesu-Krankenhaus

Fulda (pf) – Weihnachtsdienst auf der Station – eine Herzensangelegenheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda. Auf Notfälle müssen sie aber immer vorbereitet sein, so beispielsweise auch in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie: Fabian Wehner und Silke Grosch aus der Stationsleitung D berichten von der Arbeit an den Feiertagen.

Die Stationsleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein eingespieltes Team – haben Wehner und Grosch in den vergangenen Jahren oft den Spätdienst bis 21.30 Uhr übernommen, fanden sich in diesem Jahr zuverlässige Kollegen, sodass beide am Mittwoch und Donnerstag den Frühdienst bis 14.30 Uhr übernehmen. Doch das ist den Angestellten ganz gleich, die Weihnachtstage sind ohnehin besonders: „Wir versuchen es den Patienten so schön wie möglich zu machen“, sagt Silke Grosch.

Der Dienst an Weihnachten gehört für beide Jahr für Jahr dazu. „Natürlich ist es für uns auch eine gute Tat“, betont Fabian Wehner, warum er und die Kollegen gerne an den Feiertagen arbeiten. Auf der offenen Station ist es oft ruhiger, hier dürfen die meisten Patienten über Weihnachten nach Hause und werden von den Eltern abgeholt. Die gute Tradition auf der Station: Morgens werden die Kinder im alter zwischen sechs und 18 Jahren mit Weihnachtsmusik geweckt, danach gibt es ein gemeinsames Frühstück mit frisch gebackenen Waffeln. Tagsüber steht vielleicht ein Spaziergang an, und für all jene, die nachmittags und abends doch auf der Station bleiben müssen, gibt es eine kleine Bescherung und Raclette zum Abendessen. Der Großteil darf jedoch für eine Nacht nach Hause und kommt am Donnerstagabend wieder, am Freitag bekommen die Kinder dann nochmal einen Tag mit der Familie zuhause. „Das ist uns ganz wichtig, dass die meisten Weihnachten zuhause feiern können“, betont die Stationsleitung.

Im Akutbereich muss das Herz-Jesu-Krankenhaus aber auch an den Feiertagen genauso auf Notfälle vorbereitet sein. Gearbeitet wird an Weihnachten in der Mindestbesetzung, wobei beim Einteilen der Dienste die Wünsche der Mitarbeiter oft berücksichtigt werden können. Doch es kam natürlich bereits vor, dass es in den heimischen vier Wänden eskalierte oder Patienten aus der Beurlaubung zurückgeholt werden mussten, berichten die Stationsleiter, die gewappnet sind: „Wir müssen immer davon ausgehen, dass etwas passieren kann“.

Weihnachtliche Stimmung kommt trotzdem auf: Seit einer Woche läuft die passende Musik auf der Station, der Baum ist festlich geschmückt. Das Weihnachtsfest komme bei den Patienten mit unterschiedlichsten Störungsbildern und auch deren Familien gut an, freuen sich die beiden: „Die Patienten sind oft sehr dankbar, die Rückmeldungen immer positiv“. Und auch die Mitarbeiter haben genug Zeit für ihre Familien – der Frühdienst bereits am Nachmittag, der Spätdienst dann abends. Zu arbeiten, ist eine Herzensangelegenheit.

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