Gut besuchte Christmette im Stall auf dem antonius Hof

Foto: antonius

Fulda (pm/rg) - Ein ungewöhnlicher und zugleich authentischer Ort bildete wieder die Kulisse für eine besondere Christmette: Statt in der Kirche versammelten sich am 24. Dezember 2025 rund 200 Gläubige im Stall des antonius Hofes in Haimbach.

Weihnachten braucht nicht unbedingt Glanz und Perfektion, viele Menschen lieben es auch bodenständig und schlicht. Und so strömten am Heiligen Abend zahlreiche Familien, Bewohner, Mitarbeitende, Nachbarn und Freunde der Bürgerstiftung „antonius : gemeinsam Mensch“ in die Vorhalle des Kuhstalls auf dem antonius Hof. Auch die Schwestern vom Orden „Dienerinnen der Armen“, die bei antonius leben, waren gekommen.

Wenn Kuh-Muhen die Christmette begleitet

Pater Thomas von den Franziskanern auf dem Frauenberg zelebrierte den Gottesdienst wie gewohnt voller Herzlichkeit, Ruhe und Besinnlichkeit. Sein Altar war so ausgerichtet, dass die Gemeinschaft die Kühe und Kälber immer im Blick hatten. Der Duft von Heu und das Muhen der Tiere unterstrichen jene authentische Atmosphäre, die den Gottesdienst über Haimbach hinaus bekannt gemacht hat. Zum Abschluss seiner Predigt gab Pater Thomas den Anwesenden folgende Botschaft mit auf den Weg: „Jeder, dem wir begegnen, ist unser Nachbar – unabhängig von seiner Herkunft oder von Unterschieden. Weihnachten erinnert uns daran, einander mit Offenheit, Respekt und Nächstenliebe zu begegnen.“

Mitmachkrippenspiel erzeugt Gemeinschaftsgefühl

Zur warmherzigen Stimmung trugen auch die engagierten Messdiener und der antonius Chor bei, der Weihnachtsklassiker vortrug. Veronika Möller und Christine Nakrour, die den musikalischen und szenischen Teil des Gottesdienstes leiteten, hatten sich für das Krippenspiel etwas Neues ausgedacht:

Zum ersten Mal wurden die Bewohnerinnen und Bewohner von antonius bei der Aufführung des Weihnachtsevangelium nach Lukas in der Stallgasse und in der Bergehalle vom Publikum unterstützt. Über einen Beamer erhielten die Gottesdienst-Teilnehmenden Anweisungen, um beim Krippenspiel mitzuwirken – zum Beispiel durch Klopfen auf den Oberschenkel einen Trommelwirbel für den Boten zu erzeugen oder gemeinsam als Hirten, Wirte oder Engel Botschaften zu sprechen. So entstand ein starkes Gefühl der Gemeinschaft und des Miteinanders.

Gegen Ende der Andacht verlasen Chormitglieder Impulse, die den Kern echter Weihnacht offenbarten, wie „Jedes Mal, wenn Menschen aufeinander zugehen, ist Weihnachten“, „Jedes Mal, wenn Menschen ehrlich zueinander sind, ist Weihnachten“ oder „Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten“. Mit dem Lied „Heller Stern in der dunklen Nacht“ entließ Pater Thomas die Gläubigen in die Heilige Nacht.

Christmette im Stall auf dem antonius Hof. Fotos: antonius

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