Frost ja, Flocken nein: Das Weihnachtswetter in Osthessen

Weiße Weihnachten, wie hier im letzten Jahr in den höheren Lagen in der Rhön, dürfte in diesem Jahr nicht geben. Foto: Jasha Günther

Osthessen (jah) – Das Thema beschäftigt die Menschen in der Region jedes Jahr im Dezember: Gibt es endlich mal wieder weiße Weihnachten? In den vergangenen Jahren musste die Bevölkerung in der Region stets ohne weiße Schneedecke am Heiligen Abend auskommen. Doch wie sieht es in 2025 aus? Osthessen-Zeitung hat beim Deutschen Wetterdienst nachgefragt – die Prognosen sind allerdings auch in diesem Jahr wenig vielversprechend.

Viele hoffen auf verschneite Feiertage, doch in Osthessen sieht es in diesem Jahr anders aus: Zwar bringt Weihnachten winterliche Kälte und Frost, nennenswerte Schneefälle bleiben laut Deutschem Wetterdienst aber aus. Wer an Heiligabend aus dem Fenster blickt, wird vermutlich keinen weißen Teppich sehen. „Am 24. Dezember befinden wir uns in einer Hochdruckphase“, erklärt Meteorologe Nils Damke vom Deutschen Wetterdienst. Das bedeute vor allem eines: „Es bleibt weitgehend niederschlagsfrei.“ Ganz ausschließen will der Meteorologe Schnee jedoch nicht. In Ost- und Südosthessen könnten vereinzelt ein paar Schneeflocken fallen. Viel sei davon aber nicht zu erwarten, betont Damke: Es werde „aller Wahrscheinlichkeit nach“ auch nichts liegen bleiben.

Die Temperaturen bewegen sich an Heiligabend tagsüber „rund um den Gefrierpunkt.“ Dazu kommt vor allem in den höheren Lagen der Region ein unangenehmer Begleiter: ein eisiger Nordostwind. „Dort kann es auch stürmische Böen geben“, so Damke: „Das führt auch dazu, dass sich die Temperaturen nochmal um einiges kälter anfühlen, als es eh schon ist.“

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag wird es dann richtig kalt. Niederschläge seien keine zu erwarten, dafür sinken die Temperaturen deutlich. Der Meteorologe rechnet mit „minus fünf bis minus sieben, örtlich sogar bis minus acht Grad.“ An den Weihnachtsfeiertagen selbst verstärkt sich der Einfluss des Hochdruckgebiets weiter. Das habe auch positive Seiten: Die Bewölkung nimmt ab, und „die Sonne zeigt sich sogar mal“, sagt Damke. Winterlich bleibt es dennoch. Der erste Weihnachtsfeiertag dürfte der kälteste werden: Tagsüber liegen die Temperaturen bei „null bis minus zwei Grad“ – Dauerfrost inklusive.

Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag ändert sich daran wenig. Es bleibt kalt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, nachts sind erneut Tiefstwerte bis zu minus acht Grad möglich. Unter dem Strich heißt das für Osthessen: Weiße Weihnachten sind sehr unwahrscheinlich, dafür gibt es klare, kalte Tage und frostige Nächte – klassisches Winterwetter, nur eben ohne Schneedecke.

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