„Am 24. werde ich mich rausnehmen und den Tag ganz meinen Kindern widmen“, erzählt Ovtcharov gegenüber Osthessen-Zeitung. „Wir werden ein ganz traditionelles Weihnachten feiern mit der Familie. Meine Eltern sind auch da.“ Das Highlight: die Weihnachtsgans seiner Mutter. „Da freue ich mich ganz besonders drauf. Ich würde die Gans meiner Mutter mit der Gans vom Harald Grösch im Trätzhof vergleichen. Aber die Mama, die kocht immer ganz, ganz toll.“
Klassische Kinderfilme dürfen ebenfalls nicht fehlen. „Bei uns läuft jedes Jahr ‚Kevin allein zu Haus‘. Die Kinder lieben den Film, und deswegen wird der dieses Jahr auch wieder angemacht“, erzählt Ovtcharov lachend. Geschenke stehen für den Sportler eher im Hintergrund. Wichtig ist ihm vor allem die Gesundheit seiner Familie – und sportlich natürlich ein Titelgewinn für den Verein. „Einen Titel würde ich mir sehr wünschen für den Verein, auch für Stefan Frauenholz. Sowas wäre natürlich toll. Materielle Sachen wünsche ich mir ansonsten eigentlich gar nicht. Ich freue mich einfach, dass alle gesund sind und alle da sind“, so Ovtcharov. Seine Kinder haben dagegen ganz konkrete Wünsche: eine erste Halskette für die Tochter, etwas von Spider-Man für den Sohn.
Der orthodoxe Sportler ist kein regelmäßiger Kirchgänger, genießt aber die festliche Stimmung. „Ich bin ja orthodox, gehe selbst nicht in die Kirche. Trotzdem schaue ich mir schöne Kirchen gerne an und zünde dort ein Licht an – das fand ich immer sehr, sehr schön“, erzählt Ovtcharov. Bis jetzt hat er das Krippenspiel noch nicht mit seinen Kindern besucht, doch da sie nun in einem Alter dafür sind, überlegt er, es künftig einmal gemeinsam anzuschauen. Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: „Vielleicht wird daraus ja ein festes Ritual.“
Nach den Feiertagen geht es sportlich weiter: „Wir treffen uns ja am 1. Januar schon wieder. Am 4. Januar sind wir schon in Neu-Ulm zum Final Four. Da wollen wir wirklich was leisten. Im besten Fall gewinnen.“ Silvester verbringt Ovtcharov ruhig im Familienkreis – nicht allzu spät nach Mitternacht gehe er schlafen, denn der Alltag wartet früh.
Weihnachten bei Dimitrij Ovtcharov heißt vor allem: Zeit mit der Familie, gutes Essen, ein bisschen Kinderfilmromantik – und eine kurze, aber erholsame sportliche Auszeit.
