„Fulda ist bereit“: Hessentagspaar und OB in Wiesbaden

Von links: Landtagspräsidentin Astrid Wallmann, das Hessentagspaar Max und Vera Dudyka, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Ministerpräsident Boris Rhein. Foto: Hessischer Landtag

Wiesbaden/Fulda (jah) – Die Vorfreude auf den 63. Hessentag in Fulda wächst spürbar: Nur noch 24 Tage sind es bis zum Start des Landesfestes am 12. Juni – und genau diese Begeisterung brachten Hessentagspaar Vera und Max Dudyka sowie Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) am Dienstag in den Hessischen Landtag nach Wiesbaden. Im Rahmen der 67. Plenarsitzung warben sie vor den Abgeordneten für den Hessentag in der Barockstadt – mit emotionalen Worten über Heimat, Gemeinschaft und Zusammenhalt.


Empfangen wurde die Fuldaer Delegation unter anderem von Landtagspräsidentin Astrid Wallmann und Ministerpräsident Boris Rhein. Bereits 2021 sollten Max und Vera Dudyka als Hessentagspaar im Einsatz sein, ehe die Corona-Pandemie das Landesfest verhinderte. Nun dürfen sie diese besondere Rolle fünf Jahre später doch noch ausfüllen – inzwischen verheiratet und als Eltern einer Tochter. „Der Hessentag ist weit mehr als ein Fest – vielmehr ein Gefühl von Heimat, ein Gefühl von „Foll Hessisch“, betonte das Hessentagspaar in Anlehnung an das Fuldaer Motto zum Landesfest: „Fulda ist für uns nicht nur ein Ort, sondern Zuhause“. Dort habe ihre gemeinsame Geschichte begonnen: „Wir haben uns hier kennengelernt, geheiratet und unsere Tochter bekommen – vielleicht war es uns vorherbestimmt.“ Die beiden erinnerten auch an ihre lange Reise als Hessentagspaar. Bereits 2020 hätten sie voller Vorfreude und Ideen auf den Hessentag hingearbeitet, ehe die Pandemie die Pläne stoppte. „Aber einmal Hessentagspaar, immer Hessentagspaar“, sagten beide mit einem Lächeln. In den vergangenen Jahren hätten sie zahlreiche Veranstaltungen besucht und dabei ganz Hessen kennengelernt.

Dabei betonten sie auch die gesellschaftliche Bedeutung ihres Ehrenamtes: „Demokratie lebt von Menschen – von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich einbringen.“ Deshalb stünden sie „für Verfassung, Demokratie und Menschlichkeit“ und seien „schon immer bereit gewesen, Verantwortung für unser Land zu übernehmen“. Als Hessentagspaar wollen sie „authentisch, nahbar und mitten unter den Menschen“ sein – „denn genau davon lebt der Hessentag“. Zum Abschluss richteten Vera und Max Dudyka noch einmal eine herzliche Einladung an ganz Hessen: „Fulda ist bereit für den Hessentag – mit offenem Herzen für Hessen und ganz Deutschland. Kommen Sie nach Fulda, erleben Sie Hessen so, wie wir es kennen und lieben – und erleben Sie das, was unser Bundesland ausmacht.“

Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld blickte in seiner Rede mit großer Vorfreude auf das Landesfest. „Es ist für uns eine große Freude und Ehre, Sie zum Hessentag nach Fulda einladen zu dürfen“, betonte der Rathauschef. Die Vorbereitungen liefen bereits seit 2018. Nach der pandemiebedingten Absage 2021 sei es nun eine „besondere Freude“, erneut Gastgeber des Hessentages sein zu dürfen. Bereits 1990, im Jahr der Deutschen Einheit, war Fulda Hessentagsstadt – nun folgt die zweite Austragung passend zum 80-jährigen Bestehen des Landes Hessen.

Wingenfeld erinnerte dabei an ein berühmtes Zitat des früheren Ministerpräsidenten Georg-August Zinn: „Hesse ist, wer Hesse sein will und sich hier und heute dazu bekennt.“ Dieses Motto habe bis heute nichts an Aktualität verloren. „Es geht darum, in unserer Heimat und auch in Fulda für den Zusammenhalt einzustehen – gerade in einer Zeit, in der scheinbar vieles auseinanderdriftet. Umso wichtiger ist es, Menschen zusammenzuführen und Gemeinschaft zu stiften“, so der Oberbürgermeister.

Mit dem Hessentag wolle Fulda bewusst Akzente setzen – unter anderem bei Nachhaltigkeit, Regionalität und Kultur. „Kultur liegt uns ganz besonders am Herzen“, betonte Wingenfeld. Allein für die Domplatzkonzerte seien bereits rund 100.000 Tickets reserviert worden. „Das ist ein starkes Zeichen.“ Zugleich unterstrich Wingenfeld die Bedeutung des Hessentages als Symbol für eine offene und freiheitliche Gesellschaft. „Gerade in diesen Zeiten stellt sich die Frage: Kann man solche Großveranstaltungen überhaupt noch organisieren? Ich bin fest davon überzeugt: Ja“, betonte der OB. Das Landesfest sei „ein starkes Zeichen für unsere freiheitliche Gesellschaft“.

Ministerpräsident Boris Rhein und Landtagspräsidentin Astrid Wallmann hatten die Fuldaer Delegation zuvor in Wiesbaden empfangen – und sprachen beide in höchsten Tönen über das anstehende Landesfest und die Stadt Fulda aus als Ausrichter: „Der Hessentag zeigt jedes Jahr aufs Neue, was unser Land ausmacht: Offenheit, Zusammenhalt und gelebte Vielfalt. Unter dem Motto „Foll hessisch“ wird die Barockstadt ein Landesfest der kurzen Wege mit fast 1.200 kostenfreien Veranstaltungen bieten – eingebettet in das besondere Ambiente einer außergewöhnlich schönen Stadt“, sagte Ministerpräsident Boris Rhein und Landtagspräsidentin Wallmann schloss sich an: „Fulda wird in dieser Zeit die heimliche Hauptstadt unseres Bundeslandes. Wir freuen uns alle mit Ihnen auf dieses ganz besondere Fest und nehmen die Einladungen selbstverständlich gerne an: Wir kommen alle.“

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