Ein besonderes Highlight am Stand ist die digitale Jubiläumsausstellung „Vergangenheit voraus: Fulda in zwölf Quellen“, in der das Stadtarchiv ausgewählte Schätze aus seinen Beständen präsentiert. Die Ausstellung wurde speziell für die Nutzung auf dem Smartphone konzipiert, kann vor Ort per QR-Code aufgerufen werden und lädt dazu ein, die Geschichte Fuldas auch unterwegs zu entdecken. Die Reise in Fuldas Vergangenheit beginnt in der jüngeren Geschichte und führt Schritt für Schritt weiter zurück, ausgehend vom Hessentag 1990 und der positiven Entwicklungen Fuldas seit der Wende über den Wiederaufbau nach 1945 bis hin zur Zeit der Industrialisierung und der Zeit der Fürstabtei Fulda. Die ausgewählten Quellen erzählen von Aufbruch und Wandel, von gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen, von Menschen und ihren Lebenswelten in Fulda und reichen bis zum ältesten Dokument der Sammlung.
Mitmach-Aktion „Geocache zum Hessentag“ und Selfie-Station
Außerdem gibt es eine Mitmach-Aktion: Mit einem Hessentags-Geocache wird Geschichte spielerisch im Stadtraum vermittelt. Dabei handelt es sich um eine digitale Schnitzeljagd, bei der Teilnehmende mithilfe von GPS-Koordinaten verschiedene Stationen in der Innenstadt aufsuchen und Fotos machen. Die historischen Spuren enden am Stand des Stadtarchivs. Wer alle Stationen erfolgreich absolviert, erhält dort eine kleine Überraschung.
Zusätzlich gibt es am Stand ein besonderes Selfie-Fotomotiv: Eine Figur in barocker Kleidung erinnert an die Archivare und Sekretäre des sogenannten „Hochfürstlichen Archivs“ des Hochstifts Fulda im 18. Jahrhundert – ein Verweis auf die reiche Archivgeschichte Fuldas.
Kooperationspartner am Stand: Hessisches Institut für Landesgeschichte und Fuldaer Geschichtsverein
Darüber hinaus sind am Stand auch Kooperationspartner des Stadtarchivs Fulda tageweise zu Gast: Das Hessische Institut für Landesgeschichte (Marburg) präsentiert am 15., 19. und 20. Juni seine digitalen Angebote im Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen (LAGIS). Vorgestellt werden unter anderem die Hessische Biografie mit Informationen zu bedeutenden Persönlichkeiten, das Historische Ortslexikon mit bestehenden und untergegangenen Orten sowie Bilddokumente, Ortsansichten, historische Karten und weitere landesgeschichtliche Quellen. Auch der neue Direktor des Instituts, PD Dr. Frank Kleinehagenbrock, wird am Montag vor Ort sein. Am Samstag ist Prof. Dr. Holger Th. Gräf, ein renommierter Experte für hessische Landesgeschichte, am Stand anwesend.
Als zweiter Kooperationspartner ist der Fuldaer Geschichtsverein e.V. tageweise mit vor Ort. Der Vorsitzende Dr. Thomas Heiler, der mit dem Kulturpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet wurde und zuvor Kulturamtsleiter sowie Stadtarchivar war, stellt die Angebote des Geschichtsvereins vor.
Das Archivteam informiert an allen Tagen über die Angebote des Stadtarchivs und bietet Infomaterial zu den geschichtlichen Angeboten in Fulda und Umgebung an. Der neue Stadtarchivar, Archivrat Leonard Dorn M.A., lädt dazu ein, den Stand zu besuchen und mit dem Archivteam ins Gespräch zu kommen.
Übrigens: Dass sich der Freundeskreis Fulda-Arles und das Stadtarchiv den Hessentags-Stand vor dem Stadtschloss teilen, ist ein schöner Zufall: Denn Fuldas neuer Stadtarchivar Leonard Dorn pflegt eine enge Verbindung zu Frankreich und misst dem Austausch mit der französischen Partnerstadt sowie den deutsch-französischen Beziehungen einen hohen Stellenwert bei. Schon vor Amtsantritt besuchte er die Kolleginnen und Kollegen des Stadtarchivs in Arles. Fulda und Arles verbindet übrigens mehr als ihre Städtepartnerschaft seit 1964. Obwohl sie fast 1.000 Kilometer voneinander entfernt liegen, gehörten beide Städte im Mittelalter zum Heiligen Römischen Reich.
