Zehn Tage Hessentag – Die Highlights von Silas Messing

Zehn Tage Hessentag in Fulda – eine Stadt im Ausnahmezustand zwischen Regen, Sonne und Sommerhitze. Tausende Besucher, unzählige Begegnungen und viele emotionale Momente prägten das Landesfest. Zwischen Domplatz, Hessentagsstraße und den zahlreichen Bühnen wurde gefeiert, gelacht und getanzt. Ein Fest, das Spuren hinterlässt – in der Stadt und bei den Menschen. Fotos: Silas Messing.

Fulda – Von Silas Messing – Eine Stadt im Hessen-Fieber. Dutzende gelaufene Kilometer. Hunderte Begegnungen. Unzählige Eindrücke. Und vor allem: ganz viele Menschen, die den Hessentag mit Leben gefüllt haben. Zehn Tage lang verwandelte sich Fulda in eine einzige große Festmeile. Mal bei strahlendem Sonnenschein, mal bei Regen, mal bei drückender Hitze – aber immer mit einer besonderen Atmosphäre. Und wenn am Abend die Sonne langsam hinter dem Dom verschwand, begann auf dem Domplatz erst so richtig das große Finale des Tages. Was am Ende bleibt? Dankbarkeit. Erinnerungen. Und das Gefühl, dass der Satz „Hesse is, wer Hesse sein will“ in Fulda nicht nur gesagt, sondern gelebt wurde.

 

Wenn man an den 12. Juni zurückdenkt, war vor dem Start noch vieles offen. Wie wird das Wetter? Wie viele Besucher kommen wirklich? Und aus Sicht der Redaktion vor allem: Wie wird sich dieser Hessentag anfühlen? Wochenlang wurde geplant, organisiert, gesprochen und der Countdown lief. Dann war er plötzlich da. Von einem Moment auf den anderen war Fulda Hessentagsstadt – mit allem, was dazugehört. Mit tausenden Gästen, unzähligen Programmpunkten und einer Stimmung, die von Tag zu Tag immer größer wurde. Selbst das Wetter schien dabei seinen eigenen Charakter zu entwickeln: regnerisch zum Auftakt, später hochsommerlich heiß und zwischendurch alles, was ein hessischer Sommer zu bieten hat.

Zwischen all den Eindrücken gab es Begegnungen, die besonders in Erinnerung bleiben werden. Vor allem das Hessentagspaar, Vera und Max Dudyka, gehörte zu den Gesichtern dieses Festes. Egal ob offizieller Empfang, Bühnenprogramm oder spontanes Gespräch auf der Hessentagsstraße – die beiden waren überall präsent. Immer freundlich. Immer gut gelaunt. Immer mit einem Lächeln im Gesicht. Über zehn Tage hinweg dieses Pensum zu absolvieren und dabei jede Begegnung so herzlich wirken zu lassen, verdient großen Respekt. Sie verkörperten genau das, was den Hessentag ausmacht: Offenheit, Lebensfreude und Gastfreundschaft.

Doch nicht nur das Hessentagspaar machte diese Tage besonders. Es waren die vielen Ehrenamtlichen, Helferinnen und Helfer, Vereine, Organisationen und Aussteller, die überall in der Stadt anzutreffen waren. Ob auf der Blaulichtmeile, im Kinderland, auf den zahlreichen Themenflächen oder mitten auf der Hessentagsstraße – überall wurde gelacht, erklärt, ausprobiert und miteinander gesprochen. Hinter den Kulissen arbeiteten unzählige Menschen oft bis tief in die Nacht, damit am nächsten Morgen wieder alles bereitstand. Während die meisten Besucher längst zu Hause waren, begann für viele Helfer bereits der nächste Arbeitstag.

Auch musikalisch zeigte Fulda eindrucksvoll, was eine Hessentagsstadt leisten kann. Die Spotlight Musical Gala setzte gleich zum Auftakt ein erstes Ausrufezeichen und machte Lust auf die kommenden Tage. Roland Kaiser brachte bei seinem Auftritt nicht nur den Domplatz zum Beben, sondern auch die Sonne zurück. Montez eröffnete seine Jubiläumstour in Fulda mit viel Ehrlichkeit und Nähe zu seinen Fans. Und Peter Maffay sorgte gleich an zwei Abenden für einen mehr als würdigen Abschluss der Konzertreihe. Doch der Hessentag spielte sich längst nicht nur auf der großen Bühne ab.

Überall in der Stadt wurde musiziert, gefeiert und getanzt. Unteranderem die Mambo Kings und die Soundaholics verwandelten das Polizeibistro in eine einzige Party – so sehr, dass zeitweise keine weiteren Besucher mehr eingelassen werden konnten. Auf der Himmelsbühne, der VR-Bank-Bühne und den vielen weiteren Veranstaltungsorten sorgten Bands, Chöre und Künstler dafür, dass an nahezu jeder Ecke Musik zu hören war. Zehn Tage lang wurde gesungen, gelacht und gemeinsam gefeiert – oft bis tief in die Nacht.

Und dann waren da noch die vielen kleinen Momente, die sich kaum planen lassen und gerade deshalb so besonders sind. Kinder, die im Familienland mit leuchtenden Augen neue Dinge ausprobierten. Staunende Gesichter bei den Geschwistern Weisheit hoch über den Köpfen der Besucher. Menschen, die gemeinsam beim Public Viewing auf dem Karlchen mitfieberten. Der große Festzug mit seinen farbenfrohen Bildern, den Musikzügen, Vereinen und Trachtengruppen. Gespräche mit Menschen, die man ohne den Hessentag vermutlich nie kennengelernt hätte. Genau diese Augenblicke sind es, die bleiben.

Am Ende eines solchen Festes ist es nahezu unmöglich, alle Erlebnisse aufzuzählen. Dafür gab es einfach zu viele schöne Begegnungen, emotionale Momente und beeindruckende Geschichten. Der Hessentag hat gezeigt, wie viel Leben, Zusammenhalt und Gastfreundschaft in Fulda steckt. Zehn Tage lang war die Stadt Gastgeber für ganz Hessen – und vielleicht sogar ein Stück weit darüber hinaus.

Was bleibt, sind Erinnerungen. An volle Plätze. An laue Sommerabende auf dem Domplatz. An Regenjacken und Sonnencreme innerhalb von wenigen Tagen. An Gespräche mit Menschen, die man nie vergessen wird. Und an das Gefühl, Teil von etwas Besonderem gewesen zu sein.

Für mich persönlich bleiben vor allem Dankbarkeit und Stolz. Dankbarkeit für die vielen Begegnungen, für das Vertrauen und für die zahlreichen Geschichten, die ich erzählen durfte. Stolz darauf, diese zehn Tage journalistisch begleitet zu haben – mit Kamera, Notizblock und vielen Kilometern durch die Stadt.

Fulda hat in diesen zehn Tagen eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig, offen und herzlich eine Stadt sein kann. Dass Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam feiern können. Dass Ehrenamt, Kultur, Musik und Gemeinschaft auch heute noch verbinden. Und dass der Hessentag weit mehr ist als ein Landesfest.

Danke, Fulda. Danke für zehn Tage voller Emotionen, Begegnungen und Erinnerungen. Danke für einen Hessentag, der noch lange nachwirken wird. Denn am Ende gilt mehr denn je: Hesse is, wer Hesse sein will.

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