Rund 1700 Schüler singen gemeinsam – Buntes Bild

Foto: Christine Görlich.

Fulda (gü/pm) – Ein toller Anblick bot sich am Dienstagvormittag vor der Himmelsbühne in den Fulda-Auen. Rund 1700 Grundschüler der acht Musikalischen Grundschulen aus dem Kreis Fulda haben sich zum gemeinsamen Singen, Tanzen und Musizieren getroffen und das bereits zum zehnten Mal.

„Ich bin beeindruckt von eurem fantastischen Bild“, sagte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld beim Blick auf die in bunten T-Shirts vor ihm stehende Kinderschar. Gemeinsam mit Bürgermeister Dag Wehner und dem Hessentagspaar Vera und Max Dudyka war er zur Himmelsbühne gekommen, um die Kinder zu begrüßen und ihnen beim Singen zuzuhören. Einen besonderen Dank richtete er an die Musikkoordinatoren der Schulen. „Vielen Dank für diese fantastische Idee“, sagte Wingenfeld. Bereits seit zehn Jahren gibt es das große gemeinsame Treffen der Musikalischen Grundschulen aus dem Kreis Fulda – die vergangenen Jahre meist auf dem Domplatz. Bei den Treffen wird die Vielfalt der musikalischen Bildung erlebbar und sichtbar. Die sieben Lieder, die am Dienstagvormittag zu hören waren, waren zuvor einzeln an den Schulen geübt worden und wurden dann von allen gemeinsam präsentiert. Mit dabei waren die Cuno-Raabe-Schule Fulda, die Grundschule St. Georg Großenlüder, die Astrid-Lindgren-Schule Hettenhausen, die Grundschule Haimbach, die Florenbergschule Pilgerzell, die Bonifatiusschule Fulda, die Eberhardschule Tann und die Grundschule Uttrichshausen.

Bildungsstaatsekretär Dr. Manuel Lösel sagte in Fulda: „Wir erleben heute, dass etwas Einzigartiges entsteht, wenn viele Schülerinnen und Schüler gemeinsam singen, rappen und tanzen: Musik kennt keine Sprachbarrieren und keine Unterschiede. Sie kann Freude schenken, Mut machen, Trost spenden und Begeisterung wecken. Damit gelingt das Lernen leichter. Deshalb leisten die Musikalischen Grundschulen seit Jahren eine vielfältige, qualitativ hochwertige Arbeit, geben wertvolle Impulse sowie tolle musikalische Momente, die in Erinnerung bleiben.“ Hessens Musikalische Grundschulen integrieren die Musik in den Unterricht aller Fächer und in den gesamten Schulalltag. Es wird gesungen und musiziert, mit Klängen experimentiert, Gedichte vertont, Vokabeln gerappt, Zahlenreihen rhythmisch gelernt, Geschichten komponiert, Instrumente gelernt, Klanggärten gebaut und vieles mehr. Die Landesregierung unterstützt das Landesprogramm mit den Musikalischen Grundschulen mittlerweile seit 20 Jahren. Aktuell arbeiten 110 hessische Grundschulen mit diesem Angebot.

Mit dem Leitsatz „Mehr Musik in mehr Fächern zu mehr Gelegenheiten von mehr Beteiligten“ haben sich die Musikalischen Grundschulen seit dem Jahr 2005 zu einem festen Schulentwicklungsprogramm etabliert. Alle vier Jahre werden Schulen zertifiziert und durch begleitende Fortbildungen unterstützt. Die Schulen kooperieren mit Musikschulen, Verbänden, Hochschulen, Universitäten, Akademien und weiteren Partnern. Nach dem hessischen Vorbild wurde das Programm schon in sechs weiteren Bundesländern aufgebaut: Bayern, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Das Programm ist eines von vielen erfolgreichen und etablierten Angeboten in der musikalischen Bildung an Hessens Schulen. Dass Kreativität und Musik die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen fördert, zeigen auch die Landesprogramme und Vorhaben wie „ZusammenSpiel Musik“ (128 Schulen), „Schulen mit Schwerpunkt Musik“ (99 Schulen), „Primacanta“ (27 Schulen), „Response“ (20 Klassen) oder das Blockflötenprojekt (20 Schulen).

Singen der musikalischen Grunschulen. Fotos: Christine Görlich.

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