Menschen mit Behinderungen aus Förderschulen, Werkstätten und verschiedenen Wohneinrichtungen gestalteten das abwechslungsreiche Bühnenprogramm aktiv mit. Eine Besonderheit begleitete die Moderation von Sabine Räth: Die Grußworte des Oberbürgermeisters Wingenfeld, des Bürgermeisters Wehner und des Hessentagspaares wurden auf der Bühne live in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Den musikalischen Auftakt machte der inklusive Chor „Vielklang“ der Hephata Diakonie, gefolgt von einem Impulsvortrag der Schule St. Lucia und der Caritas Fulda.
Starkes Signal für Gemeinschaft und Teilhabe
Im Anschluss richteten die politischen Vertreter das Wort an das Publikum. „Die Himmelsbühne steht in ganz besonderer Weise für die Vielfalt hier bei uns in Fulda. Es ist fantastisch zu sehen, dass wir die unterschiedlichsten Akteure hier vor Ort haben“, betonte Oberbürgermeister Wingenfeld. Das Fest sei ein echtes Gemeinschaftswerk. Gerade das Thema Inklusion stehe für das gesellschaftliche Leben, zeige aber auch, dass im Alltag noch viele Aufgaben vor allen Beteiligten lägen.
Bürgermeister Dag Wehner lobte das Engagement der rund 20 Organisationen, die sich in den Aktionstag einbrachten: „Das macht deutlich: Hinter der Organisation dieses Tages steckt eine enorme Gemeinschaftsleistung hier in der Stadt Fulda.“ Dies zeige eindrucksvoll, was entstehen könne, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiteten. „Barrierefreiheit ist für uns in Fulda keine Sonderlösung auf diesen Hessentag bezogen. Sie ist vielmehr die Grundvoraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe am städtischen Leben“, unterstrich Wehner. Auch das Hessentagpaar zeigte sich sichtlich bewegt. Vera Dudyka sagte: „Es ist ganz besonders für uns, weil zum ersten Mal unsere Worte direkt in Gebärdensprache mit übersetzt werden.“ Genau das mache den Wert dieses Tages aus: die echte Teilhabe aller Menschen.
Vielfältige Mitmach-Angebote in den Fulda-Auen
Das bunte Rahmenprogramm bot im weiteren Verlauf Auftritte des Gebärdenchors „Die singenden Hände“, eine Tanzdarbietung der antonius-Showtanzgruppe zum Thema Regenbogen sowie einen mitreißenden Impulsvortrag des ehemaligen Paralympics-Siegers im Sprint, David Behre.
Abseits der Himmelsbühne machten zahlreiche interaktive Angebote die alltäglichen Barrieren von Betroffenen für die Besucher erlebbar. Dazu gehörten ein Rollstuhlparcours, Blindenführungen mit Simulationsbrillen sowie Demonstrationen zur Kommunikation mittels eines „Talker“-Sprachcomputers. Sportlich wurde es zudem auf der Lotto-Bühne, wo ein Para-Ruderwettbewerb zum Ausprobieren und Mitmachen einlud.
