„Das macht einen schon stolz“, sagt Vorsitzender Peter Wolff. Neben dem reinen Standdienst habe vor allem die monatelange Vorbereitung viel Kraft gekostet – von der Organisation bis hin zum Aufbau der Infrastruktur. Auch der Abbau habe das Team noch einmal vor besondere logistische Aufgaben gestellt, da das gesamte Material vom Standplatz zur Neuenberger Straße getragen werden musste.
Trotz der Belastung überwiegt die Zufriedenheit: Insgesamt konnten nach Vereinsangaben rund 30.000 Besucherinnen und Besucher an der Kneippanlage in der Fuldaaue begrüßt und über die Kneipp-Lehre informiert werden. Viele nutzten die Gelegenheit, sich über Anwendungen, Gesundheitsvorsorge und das Wirken des Vereins zu informieren.
Unterstützung erhielt der Verein dabei nicht nur aus der Region, sondern auch von Mitgliedern aus Nordhessen, der Wetterau sowie zeitweise aus dem thüringischen Bad Berka. Der Hessentag habe sich damit auch als Plattform für Austausch und Vernetzung erwiesen.
Auch der Besuch aus der Politik unterstrich die Bedeutung der Arbeit des Vereins. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz informierte sich ebenso vor Ort wie Regierungspräsident Mark Weinmeister sowie mehrere Bürgermeister aus der Region, darunter Dag Wehner (Fulda) sowie Vertreter aus Poppenhausen, Ehrenberg und Hilders. Auch der Bürgermeister von Gersfeld, Dr. Steffen Korell, nutzte den Austausch über Chancen und Herausforderungen von Kneippanlagen im öffentlichen Raum.
Vorsitzender Wolff nutzte die Gelegenheit zudem, um ein kostengünstiges Modell für sogenannte „Kneipp-Venentreppen“ vorzustellen. Dabei könnten bestehende öffentliche Treppen mit einfachen Informationstafeln für Venengymnastik ergänzt werden – eine Lösung, die laut Wolff in vielen Kommunen mit geringem finanziellen Aufwand umsetzbar sei. In Geisa seien bereits mehrere solcher Stationen erfolgreich umgesetzt worden, ergänzt um Angebote wie Barfußpfad oder Heilkräutergarten. Auch in Lauterbach sei eine neue Anlage im Rahmen eines ISEK-Programms in Planung.
Für die Mitglieder sei der Einsatz auf dem Hessentag eine besondere Erfahrung gewesen, betont Wolff: nicht als Besucher, sondern aktiv mitten im Geschehen. „Die Strapazen haben sich gelohnt“, so das Fazit.
Der Verein hofft nun, dass das Interesse auch über den Hessentag hinaus anhält und neue Mitglieder oder Kursinteressierte gewonnen werden können. Bereits in der kommenden Woche steht die nächste Veranstaltung an: eine Kräuterwanderung in Lauterbach am 1. Juli ab 14 Uhr.
