Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld begrüßte die zahlreichen Gäste und blickte auf neun Jahre Vorbereitung sowie zehn ereignisreiche Festtage zurück. „Der Tag heute ist mit Dankbarkeit, aber auch mit Wehmut erfüllt“, sagte er. Besonders hob er den Zusammenhalt hervor, der den Hessentag geprägt habe. Mehr als 1200 Veranstaltungen und über 700 ehrenamtliche Helfer hätten dazu beigetragen, dass Fulda sich als weltoffene und engagierte Gastgeberstadt präsentiert habe.
Sein besonderer Dank galt der Hessischen Landesregierung, den Sicherheitskräften, den Sponsoren sowie allen Ehrenamtlichen. Gerade mit Blick auf die angespannte Sicherheitslage sei es ein starkes Signal gewesen, dass rund eine Million Besucher friedlich gemeinsam gefeiert hätten. „Wir wünschen uns ein friedliches Fest – und genau das haben wir erlebt“, sagte Wingenfeld.
Zugleich bekannte sich der Oberbürgermeister ausdrücklich zur Zukunft des Landesfestes. Der Hessentag müsse auch künftig jährlich stattfinden. Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Individualisierung brauche es Veranstaltungen, die Menschen zusammenführen und Gemeinschaft stiften. „Wir haben in Fulda ein ganz starkes Zeichen für den Hessentag auch in Zukunft gesetzt“, betonte Wingenfeld. Gleichzeitig übergab er den symbolischen Staffelstab an die Stadt Idstein, die 2027 Gastgeber des Hessentags sein wird.
Auch Chef der Hessischen Staatskanzlei Benedikt Kuhn fand große Worte für die Gastgeberstadt. Er sprach von einem „Hessentag der Rekorde“ – nicht nur wegen der hohen Temperaturen, sondern vor allem wegen der außergewöhnlichen Atmosphäre. „Wir werden alle einen kleines Fulda-Loch erleben. Fulda wird uns fehlen“, sagte Kuhn. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei von Beginn an freundschaftlich und vertrauensvoll gewesen. Gleichzeitig zeigte er sich erfreut, dass das Organisationsteam in Idstein hochmotiviert auf die kommende Aufgabe blicke.
Emotional wurde es auch beim Hessentagspaar Vera und Max Dudyka. Beide blickten auf sechs intensive Jahre Vorbereitung und schließlich zehn unvergessliche Festtage zurück. Vera Dudyka erinnerte daran, wie vielfältig ihre Aufgaben gewesen seien: „Wir haben gesungen, getanzt, gekocht, geredet, gefunkt, posiert, diskutiert und vieles mehr.“ Besonders bedankte sie sich bei ihren Familien, ihrem Organisationsteam sowie der Stadt Fulda für das entgegengebrachte Vertrauen. „Wir sind unheimlich stolz auf diese Zeit“, sagte sie.
Den Schlusspunkt setzte Ministerpräsident Boris Rhein, der den Hessentag in Fulda als einen der schönsten in der Geschichte des Landes bezeichnete. „Dieser Hessentag wird in die Geschichte eingehen“, sagte Rhein. Die hervorragende Organisation, die große Gastfreundschaft und die positive Stimmung hätten Maßstäbe gesetzt.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Regierungschef vom friedlichen Miteinander während der gesamten Festtage. Fulda sei in diesen zehn Tagen „ein kleines Paradies“ gewesen – ein Ort voller Lebensfreude, Zuversicht und Gemeinschaft. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Herausforderungen sprach Rhein sogar von einem Signal, das weit über Hessen hinausreiche: „Deutschland braucht mehr Fulda.“
Der Ministerpräsident zeigte sich überzeugt, dass der Hessentag weit über die zehn Veranstaltungstage hinauswirken werde. Die Investitionen blieben dauerhaft sichtbar, vor allem aber werde die besondere Atmosphäre den Menschen lange in Erinnerung bleiben. „Die Menschen wollen nach Fulda – und sie werden wieder nach Fulda kommen“, sagte Rhein.
Mit langanhaltendem Applaus endete der Kabinettsempfang. Wenig später machten sich die Gäste gemeinsam auf den Weg zum großen Hessentagsfestzug – dem feierlichen Abschluss von zehn Tagen Landesfest in Fulda.
