Zunächst fand Bischof Gerber herzliche Worte zur Begrüßung: „Uns, evangelisch und katholisch, war sehr bald klar: Das machen wir gemeinsam.“ Für die Kirchen sei es von zentraler Bedeutung, einen spürbaren und verbindenden Beitrag für Fulda und den Hessentag zu leisten. Auch Bischöfin Hofmann betonte den Wert der Gemeinschaft: „Zusammenhalt entsteht da, wo Menschen entdecken, was sie verbindet. ‚Im Herzen eins‘ heißt nicht, dass wir alle gleich sind. Sondern es heißt: Wir sind gemeinsam unterwegs, wir entdecken unsere gemeinsamen Hoffnungen, wir haben gemeinsame Ziele und bewirken miteinander etwas.“
Im Anschluss kam der Ministerpräsident zu Wort. „Ich finde, mit ‚Im Herzen eins‘ setzen Sie das Thema dieses Hessentags“, lobte Rhein das gewählte Motto. Er zeigte sich begeistert von der engen Kooperation der Konfessionen und hob das immense Engagement der Ehrenamtlichen hervor. „Die Kirchen sind ein ganz zentraler Ort unserer Gesellschaft“, betonte Rhein und fügte hinzu: „Die großen Themen unserer Zeit schaffen wir nur gemeinsam.“ Auch deshalb sei das Motto so treffend gewählt.
Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld berichtete, wie sehr es ihn berühre, dass die evangelische und die katholische Kirche die Menschen hier so geschlossen zusammenbrächten. „Das Grundanliegen des Hessentags ist es, die Menschen zusammenzuführen. Ich bin zutiefst dankbar, dass wir die Ökumene in dieser Form hier leben und sichtbar machen“, so Wingenfeld. Dies spreche dafür, dass vom Landesfest starke neue Impulse ausgingen.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche weitere Vertreter aus Kirche und Politik sowie das Hessentagspaar und der Hessentagsbeauftragte Dominik Höhl. Das Hessentagspaar in Person von Vera Dudyka fand ebenfalls passende Worte für den feierlichen Abend: „‚Im Herzen eins‘ und ‚Foll Hessisch‘ – das passt einfach gut zusammen. Diese Botschaft können wir nur so weitertragen.“
Zum Abschluss der Feierstunde durften die Anwesenden eine beeindruckende Live-Aufführung erleben, bei der die Musicaldarstellerin Debora Ochoa als „Herzdame“ in verschiedene Rollen schlüpfte. Multi-Screen-Video-Installationen, eigens entwickelte Musik sowie perfekt abgestimmte Licht- und Klangräume des verantwortlichen Frankfurter Künstlers Parviz Mir-Ali verbanden sich in der Stadtpfarrkirche zu einer emotionalen Erlebniswelt und sorgten für Standing Ovation.
