Im Rahmen des Tags der ehrenamtlichen Einsatzkräfte wurde deutlich, welche zentrale Rolle freiwillig engagierte Helferinnen und Helfer für die Gesellschaft spielen. Die Veranstaltung brachte zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und den Hilfsorganisationen zusammen und bot Gelegenheit, den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt zu stellen. Zu den Ehrengästen zählten an erster Stelle Ministerpräsident Boris Rhein, sowie Vertreter der hessischen Landesregierung und deren Minister. Ebenfalls anwesend waren Regierungssprecher Tobias Rösmann, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide. Auch Landtagsabgeordnete nahmen an der Veranstaltung teil. Komplettiert wurde die Gästeliste durch das Hessentagspaar Vera und Max Dudyka sowie Vertreter verschiedener Hilfsorganisationen, darunter Michael Hohmann aus dem Landesvorstand der DLRG, Norbert Fischer vom Landesfeuerwehrverband und Norbert Södler als Präsident des DRK-Landesverbands.
In den Ansprachen wurde mehrfach betont, dass die Hessentage traditionell für Gemeinschaft, Zusammenhalt und die enge Partnerschaft zwischen Bürgerinnen und Bürgern stehen. Das Ehrenamt bilde dabei eine unverzichtbare Säule, auf die sich die Gesellschaft in vielen Situationen verlassen könne. „Dieses Engagement erfolgt ehrenamtlich und häufig neben Beruf, Familie und privaten Verpflichtungen. Das verdient größten Respekt und besondere Anerkennung. Es ist daher unbegreiflich, dass Einsatzkräfte immer häufiger Opfer von Angriffen werden“, machte Innenminister Roman Poseck beispielsweise deutlich.
Ministerpräsident Rhein betonte: „Etwa 80.000 Helferinnen und Helfer engagieren sich in Hessen ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz. Viele von uns sehen dabei aber nur einen kleinen Ausschnitt ihrer Arbeit: Blaulicht, Sirene, Uniform. Was wir oft nicht sehen, sind die Jahre der Ausbildung, die unzähligen Übungsstunden, die Nächte ohne Schlaf und die Bereitschaft, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit aufzumachen, um zu helfen“. Die Helferinnen und Helfer im Brand- und Katastrophenschutz haben sich nicht irgendein Ehrenamt ausgesucht, so Rhein weiter: „Sie haben sich für eines der anspruchsvollsten Ehrenämter entschieden, die es gibt. Ihr Einsatz ist nicht selbstverständlich. Und er ist unentbehrlich. Dafür danke ich herzlich“.
Ein weiterer Schwerpunkt war die enge Zusammenarbeit zwischen dem Zivildienst und der Bundeswehr. Holger Radmann, Brigadegeneral der Luftwaffe, sprach zu den Einsatzkräften: „Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich – aber unverzichtbar.“ Diese Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung und spiegelte die große Anerkennung wider, die allen ehrenamtlichen Einsatzkräften entgegengebracht wurde. Es war deutlich: Die Arbeit aller Ehrenamtler ist für das Gemeinwohl von unschätzbarem Wert.
