Grüne Soße und Gründermut: Staatsminister Mansoori im Talk

Foto: Paul Kukula

Fulda (pk) – Frankfurter Grüne Soße gepaart mit einem lockeren Politikgespräch: Diese Kombination erlebten die Besucher am Dienstagabend im Hessenforum. Beim innovativen Video-Podcast-Format „Cookcast – Kaweh kocht“ sprach der hessische Staatsminister Kaweh Mansoori mit dem Fuldaer Start-up-Gründer Malte Bürger über Unternehmertum und gesellschaftliche Verantwortung.

 

Passend zum Landesfest bereitete der hessische Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum gemeinsam mit Malte Bürger die traditionelle hessische Spezialität direkt auf der Bühne zu. Bürger ist einer der Gründer und CEO des Fuldaer HR-Tech-Start-ups „stafftastic“, das sich auf die digitale Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen spezialisiert hat. Während des Kochens entwickelte sich zwischen den beiden Akteuren ein intensiver Austausch über die Herausforderungen bei der Start-up-Gründung, Fachkräftesicherung und berufliche Perspektiven für junge Menschen.

Ein zentrales Thema der Runde war der Mut, den der Schritt in die Selbstständigkeit erfordert. „Natürlich steht irgendwann die Entscheidung an, die ersten Mitarbeiter einzustellen. Das erfordert schon Mut. Aber wir haben immer versucht, sehr mittelständisch an die Sache heranzugehen und souverän in die Zukunft zu planen“, berichtete der Jungunternehmer von seinen Erfahrungen.

Fehlerkultur als Haltungsfrage für das Leben

Auf die Frage, wofür er Mut benötigte, antwortete Staatsminister Mansoori mit einem Augenzwinkern: „Indem ich den Job angetreten habe.“ Mit Blick auf das gesellschaftliche Miteinander ergänzte er: „Meine persönliche Haltung ist: Wenn jeder vor der eigenen Haustür kehrt, ist schon viel gewonnen, damit die Dinge nach vorne gehen. Und dann braucht es eben manchmal den Mut, einfach etwas zu machen.“

Diese Herangehensweise verbinde ihn mit Firmengründern, auch wenn er selbst aus der Politik komme. Neben dem Wagnis einer Gründung betonte Mansoori zudem die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens: „Mut ist das eine, Fehlerkultur ist das andere.“ Die wenigsten Ziele im Leben ließen sich geradlinig erreichen. Für den Staatsminister ist der Umgang mit Rückschlägen daher vor allem eine grundlegende Haltungsfrage.

Duale Ausbildung sichert die Zukunft der Region

Auch das Thema Ausbildungsplätze kam am Herd ausführlich zur Sprache. Die enorme Wichtigkeit für das Bundesland erklärte Mansoori ganz pragmatisch: „Wir werden bis 2030 eine Viertelmillion zusätzliche Fachkräfte in dieser Region brauchen und davon zwei Drittel im Bereich der dualen Ausbildung.“

Nicht für jeden liege das persönliche Heil in einem Studium. Daher gelte es flächendeckend, jungen Menschen die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen. Zudem müsse eine echte gesellschaftliche Gleichwertigkeit zwischen der klassischen Berufsausbildung und dem akademischen Studium generiert werden.

Am Herd mit Minister Mansoori. Fotos: Paul Kukula

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