Feierliches Gelöbnis: MP Rhein würdigt Soldaten

Foto: Stephanie Trapp

Fulda (st) – Vor zahlreichen Zuschauern haben rund 130 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr am Mittwoch im Fuldaer Schlosspark ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. An der Zeremonie nahmen Angehörige des Jägerbataillons 1 aus Schwarzenborn sowie Teile der Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf teil. Auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wohnte der Veranstaltung bei und würdigte den Dienst der jungen Soldatinnen und Soldaten.

Bereits vor Beginn der Zeremonie hatten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Schlosspark vor dem Maritim Hotel versammelt. Den Auftakt machte der Kommandeur des Jägerbataillons 1, Oberstleutnant Christian Risse. „Als Kommandeur des Jägerbataillons 1 freue ich mich sehr, Sie heute hier im jahreszeitlich festlich geschmückten Schlosspark in Fulda zum feierlichen Gelöbnis begrüßen zu dürfen“, sagte er.

Mit Blick auf die vergangenen Monate hob Risse hervor, welche Erfahrungen und Werte die Soldatinnen und Soldaten in ihrer Ausbildung vermittelt bekommen hätten. Dazu zählten Gehorsam, Zusammenhalt, Disziplin, Kameradschaft, Willensstärke und Entschlossenheit. Viele hätten Fähigkeiten entwickelt oder vertieft, die zuvor in dieser Form kaum gefordert gewesen seien. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Entscheidung für den Dienst in der Bundeswehr in einer Zeit getroffen worden sei, die von internationalen Krisen und Konflikten geprägt sei.

In seiner Ansprache stellte Ministerpräsident Boris Rhein den Bezug zum historischen Datum her. „Das Gelöbnis findet am 17. Juni statt. Das ist kein Zufall, sondern ein deutliches Zeichen“, betonte Rhein. Der Tag erinnere an die Frauen und Männer, die 1953 in der DDR gegen Unterdrückung aufgestanden seien. „Die Werte, für die sie damals gekämpft haben, verteidigen unsere Soldatinnen und Soldaten bis heute.“

Rhein sprach sich zugleich für öffentliche Gelöbnisse aus. Diese stärkten die Verbindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft und machten sichtbar, welche Verantwortung die Soldatinnen und Soldaten übernehmen. „Frieden und Freiheit sind so sehr bedroht wie selten zuvor. Deswegen ist Ihr Gelöbnis heute auch mehr als eine großartige militärische Zeremonie“, betonte der Ministerpräsident. Es gehe um den Dienst für das Land, die Treue zum Grundgesetz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. „Die Bundeswehr gehört in die Mitte der Gesellschaft und sie gehört in die Öffentlichkeit“, machte Rhein deutlich.

Den jungen Soldatinnen und Soldaten sprach er seinen Respekt aus. Sie hätten sich freiwillig für einen Dienst entschieden, der Disziplin, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein verlange. „Ihr Dienst schützt unser Leben in Frieden und Freiheit“, sagte Rhein. Wer bereit sei, für das Land einzustehen, verdiene Anerkennung und Wertschätzung.

Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld richtete Worte an die Angetretenen. „Wir dürfen seit Jahrzehnten hier in Fulda und in unserem Land in Frieden und Freiheit leben. Noch nie gab es in unserer langen Geschichte eine so lange Zeit des Friedens“, hob der OB hervor. Fulda sei regelmäßig Gastgeber des Tages der Reservisten und setze an mehreren Stellen im Stadtgebiet mit gelben Schleifen Zeichen der Solidarität mit den Streitkräften. Eine weitere gelbe Schleife soll im Rahmen des Hessentags im Eingangsbereich des Stadtschlosses angebracht werden. „Diese soll für das Bekenntnis zu unserer Geschichte stehen“, erklärte Wingenfeld.

Zum Abschluss der Zeremonie wurde die Truppenfahne in die Mitte des Platzes getragen. Sie gilt als Symbol gemeinsamer Pflichterfüllung im Dienst für Volk und Staat. Stellvertretend traten sechs Soldatinnen und Soldaten an die Fahne und sprachen das Gelöbnis, das anschließend von allen Angetretenen gemeinsam bekräftigt wurde. Im Anschluss gratulierte Ministerpräsident Rhein den Teilnehmerinnen und Teilnehmern persönlich zu ihrem Gelöbnis.

Gelöbnis der Bundeswehr im Schlossgarten. Fotos: Stephanie Trapp

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