Die bisherige Resonanz fiel durchweg positiv aus. Oberbürgermeister Wingenfeld zog eine enthusiastische Bilanz zur Halbzeit: „Es ist ein mega Gefühl. Ich denke, für uns sind alle Erwartungen übertroffen.“ Auch Höhl zeigte sich äußerst zufrieden, wozu die aktuellen Statistiken allen Anlass boten. Bereits am Dienstagmittag knackte das Landesfest die magische Schallmauer einer halben Million Gästen. Für das Ende des Mittwochs kalkulierten die Organisatoren bereits mit rund 600.000 Besuchern. „Wir sind sehr dankbar dafür, aber auch ein bisschen stolz“, betonte Höhl mit Blick auf das enorme Interesse.
Für Wingenfeld ist es ein zentrales Anliegen, Menschen, die sich bisher noch kein Bild von Fulda machen konnten, die Vorzüge der Region zu präsentieren. Sie sollen erleben, dass die Barockstadt schön und lebenswert ist. „Unser Ziel war und ist, alle einzuladen, nach Fulda zu kommen und unsere Stadt zu entdecken“, so der Oberbürgermeister und ergänzte: „Gerade diese Verbindung ist mir wichtig: Stadtleben und die Natur hier draußen.“
Dialogwand zeigt viel Lob und konstruktives Feedback
Ein wichtiges Stimmungsbarometer lieferte zudem der Hessische Rundfunk (hr). Der Sender stellte auf dem Gelände eine interaktive „Dialogwand“ bereit, an welcher die Besucher ihre persönlichen Meinungen zum diesjährigen Hessentag hinterlassen konnten. Auf den Kärtchen spiegelte sich überwiegend großes Lob für die Gastgeberstadt wider, mit Aussagen wie „Fulda ist eine tolle Stadt“. Neben den positiven Rückmeldungen tauchten auf der Wand jedoch auch vereinzelte Kritikpunkte und konkrete Verbesserungsvorschläge auf. Die Verantwortlichen dachten in der Runde bereits über mögliche Optimierungen nach. „Wir sitzen auch so glücklich, dankbar und entspannt hier, weil wir das Gefühl haben, die Grundentscheidungen waren alle richtig. Aber wir bekommen auch Rückmeldungen“, erklärte Wingenfeld offen.
Kritikpunkte werden an nächste Hessentagsstadt übergeben
Als ein verbesserungswürdiger Punkt kristallisierte sich beispielsweise die Beschilderung auf dem weitläufigen Areal heraus. Weitere Kritikpunkte betrafen – mit einem Augenzwinkern – das wechselhafte Wetter der ersten Tage, das nun aber kein Thema mehr sein sollte. Zudem wurden der Wunsch nach mehr gedruckten Programmen sowie die langen Fußwege zwischen den Veranstaltungsorten geäußert. „Wir sind für jede Empfehlung offen. Unsere Erfahrungen werden wir dann der nächsten Hessentagsstadt Idstein schildern“, kündigte Wingenfeld an. Für das laufende Fest in Fulda lassen sich tiefgreifende Änderungen im Ablauf zwar kaum mehr umsetzen, das konstruktive Feedback der Bürger soll jedoch für zukünftige Großveranstaltungen gesichert und weitergegeben werden.
