„Es ist wirklich ein tolles Bild, wenn man hier reinkommt und so viele, die in der Forstwirtschaft zu Hause sind, hier zu sehen und vielleicht heute auch mal die Gelegenheit zu haben, gemeinsam ein bisschen zu feiern“, betonte Jung. Anlass dafür gebe es genug: „Wir feiern heute 25 Jahre HessenForst.“ Der Landesbetrieb betreut mit rund 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr als 340.000 Hektar Staatswald sowie zahlreiche kommunale und private Forstbetriebe. Insgesamt werden damit rund 70 Prozent der hessischen Waldfläche durch HessenForst bewirtschaftet. Zu den Aufgaben gehören die nachhaltige Holzernte, die Pflege klimaangepasster Mischwälder, die Beratung von Waldbesitzern sowie die Umweltbildung.
Jung hob insbesondere die Bedeutung der Beschäftigten hervor. „Ich will beginnen mit einem herzlichen Dankeschön an Sie alle, die tagtäglich sich um unseren Wald und unsere Forstbestände kümmern“, sagte der Minister. Die Försterinnen und Förster würden sich pragmatisch und direkt um den Waldumbau und einen klimastabilen, zukunftsfähigen Wald kümmern. „Die Försterinnen und Förster haben unser Vertrauen verdient, denn sie wissen oft besser, wie man mit dem Wald umgeht, als wir Politiker in Wiesbaden.“ Nach den Worten des Ministers steht HessenForst wie kaum ein anderer Teil der Landesverwaltung für Präsenz in der Fläche. „HessenForst ist die Verwaltung, die überall in Hessen stattfindet, die überall in Hessen präsent ist, die überall in Hessen ansprechbar ist“, betonte Jung.
Große Herausforderungen habe der Landesbetrieb in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach bewältigen müssen. Jung erinnerte an die Stürme Kyrill und Friederike, aber auch an Dürrejahre, Hitzeperioden und Borkenkäferplagen. „Das alles führt dazu, dass wir heute noch vor großen Herausforderungen stehen“, warnte Jung. Im Mittelpunkt der Arbeit stehe deshalb weiterhin der Waldumbau im Zeichen des Klimawandels. Ziel sei es, die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes langfristig zu sichern. „Kernaufgabe ist der klimastabile Waldaufbau und Waldumbau, und das wäre ohne HessenForst nicht möglich und nicht denkbar“, erklärte Jung. Die Politik könne dabei vor allem unterstützen, indem sie den Fachleuten vor Ort ausreichend Handlungsspielräume lasse.
Der Minister sprach sich zudem für einen engen Austausch zwischen Landesregierung, Ministerium und HessenForst aus. Verbesserungsvorschläge aus der Praxis seien ausdrücklich willkommen. Gleichzeitig bekannte sich Jung klar zur bestehenden Struktur des Landesbetriebs: „HessenForst ist ein Vorzeigebetrieb. An der grundsätzlichen Organisationsstruktur werden wir nicht rütteln. Das bleibt so, weil es erfolgreich ist und auch in Zukunft erfolgreich bleiben wird.“
Zu den Ehrengästen der Feier zählte auch der frühere Landesbetriebsleiter Michael Gerst. Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung bei Wildbratwürstchen und weiteren regionalen Spezialitäten aus. Dabei bot sich für aktuelle und ehemalige Beschäftigte die Gelegenheit, auf die vergangenen 25 Jahre zurückzublicken und über die Zukunft des hessischen Waldes ins Gespräch zu kommen.
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