Der Tanz stellt Fulda und die Region Osthessen in den Mittelpunkt und greift ein für den Showtanz eher ungewöhnliches Thema auf: Heimat. „Ein Thema, das selten im Showtanz zu sehen ist, aber gerade jetzt hervorragend passt“, erklärt Showcoach Angela Seibel, die das Team gemeinsam mit den Choreografinnen Aylin Lehmann und Sanja Löhmer unterstützt.
Bunt, lebendig, humorvoll und abwechslungsreich – so präsentiert sich die Choreografie, die wie eine tänzerische Reise durch die Region aufgebaut ist. Gleich zu Beginn geht es hoch hinaus: An der Wasserkuppe mit dem Radom starten die Tänzerinnen als Segel- und Gleitschirmflieger, begleitet vom Lied „Hoch hinaus“. Es folgen zahlreiche liebevoll gestaltete Szenen, die Osthessen unverkennbar widerspiegeln.
Ein besonderer Hingucker sind die Rhönschafe, dargestellt durch lebensgroße, humorvolle Plüschkostüme. „Die sehen auch wirklich aus wie unsere Rhönschafe“, sagt Showcoach Angela Seibel schmunzelnd. Anschließend widmet sich die Gruppe einem der wichtigsten regionalen Bräuche: der osthessischen Kirmes. „Neben dem Karneval ist sie eines der größten Brauchtümer unserer Region – schließlich hat jedes Dorf seine eigene Kirmes“, betont Seibel. Mit Kirmeszelt und Hochstift-Bier auf der Bühne wird eindrucksvoll deutlich, welchen Stellenwert diese Tradition in den Dörfern Osthessens hat.
Auch die Vielfalt der Heimat kommt nicht zu kurz: Ortsschilder verschiedener Städte und Gemeinden symbolisieren, dass Heimat mehr ist als ein einzelner Ort. „Die Heimat zu verkörpern heißt für uns, die ganze Region zu repräsentieren“, so Seibel. Passend dazu erklingt das Lied „Heimatkaff“.
Im weiteren Verlauf schlägt der Tanz den Bogen zur Barockstadt Fulda. Historische Figuren wie Bonifatius, der Stadtwächter und der Spätlesereiter ziehen über die Bühne, bevor der Tanz vor der Kulisse der Orangerie seinen Höhepunkt erreicht. Mit dem Schlusslied „Abenteuerland“ von Pur endet die Show – Fulda und Osthessen als Entdeckungs- und Erlebnisraum.
„Wir schauen immer, was ansteht und was aktuell im Trend ist. Mit Blick auf den Hessentag war schnell klar: Was passt besser, als unsere Region zu präsentieren?“, erklärt Angela Seibel. Tatsächlich weckt der Tanz bereits jetzt Vorfreude auf den Hessentag 2026 in Fulda und wirkt wie eine tänzerische Liebeserklärung an Stadt und Region.
Für die noch junge Showtanzgruppe ist es erst das zweite Jahr, doch das Niveau ist deutlich gestiegen. „Der Tanz ist in diesem Jahr viel anspruchsvoller, vor allem durch die vielen schnellen Kostümwechsel. Die Tänzerinnen mussten da erst hineinwachsen – aber sie machen das richtig gut“, lobt Seibel. Auf der Bühne sei klar zu sehen, wie sehr sich die Gruppe im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt habe.
Mit „Rhön hinein – Foll daheim“ zeigt Föllsche Fusion eindrucksvoll, wie moderner Showtanz und gelebte Heimatverbundenheit miteinander verschmelzen können – und setzt damit ein starkes Ausrufezeichen für die bevorstehende Kampagne und den Hessentag in Fulda.
