Der Leiter der Verkehrsabteilung, Thomas Flügel, sowie Dominik Höhl, Hessentagsbeauftragter und Amtsleiter für Tourismus und Marketing, erläuterten den Interessierten, welche Verkehrslage zwischen dem 12. und 21. Juni zu erwarten ist. „Veranstaltungen dieser Größenordnung haben logischerweise Auswirkungen auf das Leben in der Innenstadt“, betonte Flügel. Dennoch starte die Stadt bei den Planungen keineswegs bei Null, da Fulda bereits in der Vergangenheit erfolgreich große Events bewältigt habe.
Allgemeines Verkehrs- und Parkkonzept
Außerhalb der unmittelbaren Veranstaltungsflächen bleiben die Straßen für den Verkehr grundsätzlich offen, sodass die Erreichbarkeit weitestgehend gewährleistet bleibt. Alle Einrichtungen, Arztpraxen oder Geschäfte sind zu Fuß uneingeschränkt erreichbar. „Das ist möglich, da wir die Innenstadt so weit wie möglich offenhalten“, erläuterte Flügel. Die Betreiber von medizinischen Praxen sowie zahlreiche Gewerbetreibende im Veranstaltungsbereich seien bereits vorab informiert worden und stellen sich auf die veränderte Situation ein. In den umliegenden Straßen bleiben die öffentlichen Parkstreifen größtenteils bestehen und können beispielsweise von Pflegediensten genutzt werden. Sämtliche Parkplätze und Parkhäuser außerhalb der Festflächen stehen uneingeschränkt zur Verfügung. Dennoch ist aufgrund des hohen Besucheraufkommens mit einer starken Auslastung zu rechnen, weshalb die Nutzung des ÖPNV dringend angeraten wird. „Die Einschränkungen gelten nur für den Fahrzeugverkehr, fußläufig ist alles erreichbar“, erklärte Flügel nochmals ausdrücklich. Als einzige Ausnahme nannte er den Bereich der Domplatzkonzerte, was jedoch für die Fuldaer keine Neuerung darstelle. Die Hessentagsstraße, die sich von der Bahnhofstraße über den Universitätsplatz und die Friedrichstraße bis in die Fulda-Aue zieht, bleibt während der Festtage für Fahrzeuge gesperrt. Wegen der hohen Besucherfrequenz gilt dieses Verbot auch für Fahrräder, E-Bikes und E-Roller. Für die Hauptfernradwege werden entsprechende Umleitungen ausgeschildert.
Notfälle und Sicherheit
In unaufschiebbaren Notfällen, etwa bei Handwerkerbesuchen oder Krankenfahrten im betroffenen Bereich, erfolgt im Einzelfall eine Prüfung für individuelle Lösungen. Zudem werden verschiedene Rettungswege innerhalb der Sperrzonen eingerichtet. Durch die erhöhte Präsenz von Einsatzkräften vor Ort können Rettungsdienste im Notfall sogar schneller als üblich am Einsatzort eintreffen. „Wir haben uns um die Anwohner und Menschen, die in den Bereichen leben, viele Gedanken gemacht“, unterstrich Höhl. Bereits zehn bis vierzehn Tage vor dem Start sowie etwa eine Woche nach dem Hessentag ist wegen der notwendigen Auf- und Abbauarbeiten mit verkehrlichen Beeinträchtigungen im Umfeld zu rechnen.
Regelungen für die Sicherheitsbereiche
Die Stadt unterteilt die betroffenen Zonen in zwei Kategorien mit spezifischen Zugangsregeln. Im roten Bereich ist die Ein- und Ausfahrt täglich ausschließlich in der Zeit von 1 Uhr bis 9 Uhr gestattet. Eine Ausnahme bildet der Eingangsbereich zu den Domplatzkonzerten an der Wilhelmstraße und Kanalstraße, wo die Zufahrt voraussichtlich bis 16 Uhr offen bleibt. Sollten private Stellplätze während der Veranstaltungszeiten nicht erreichbar sein, bemüht sich die Stadt Fulda um entsprechende Ersatzflächen. Im grünen Bereich ist die Einfahrt zwischen 9 Uhr und 1 Uhr nur mit einer speziellen Zufahrtsberechtigung erlaubt. Außerhalb dieses Fensters bleibt die Zufahrt frei, wobei der Bereich am Bahnhof und ZOB bereits ab 7 Uhr für den uneingeschränkten Verkehr schließt. Ab sofort können die notwendigen Zufahrtsberechtigungen für den grünen Bereich formlos per E-Mail an parkausweise.hessentag@fulda.de oder persönlich im Stadtschloss beantragt werden. Erforderlich für den Antrag sind Name, Anschrift, das amtliche Kennzeichen, eine kurze Begründung inklusive Nachweis sowie eine Kontaktmöglichkeit. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert die Berechtigungen, die stets sichtbar im Fahrzeug mitgeführt werden müssen.
Busbahnhöfe bleiben in Betrieb
Um den Verkehr zu entlasten, bleiben die Busbahnhöfe ZOB und Heertorplatz voll in Betrieb. Ein zusätzlicher Shuttle-Verkehr mit drei Linien verbindet die Veranstaltungsbereiche untereinander und mit den Besucherparkplätzen. Dieser Shuttleservice ist für alle Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Ergänzend werden zusätzliche Ladezonen, Schwerbehinderten-Parkplätze und ein weiterer Taxenstand in der Rabanusstraße eingerichtet. Für mobilitätseingeschränkte und hochbetagte Personen im Sperrbereich bietet die Stadt zudem einen kostenfreien ehrenamtlichen Fahrdienst an, der bei Bedarf unter der Rufnummer 0661/102 3030 koordiniert wird. Im Nachgang der Präsentation nutzten viele Besucher die Gelegenheit, Fragen in großer Runde zu stellen oder individuelle Anliegen direkt mit Vertretern der Polizei und des Hessentagsteams zu klären. Für alle Interessierten gibt es zudem am Dienstag um 18 Uhr eine weitere Informationsveranstaltung im Fürstensaal, die sich gezielt auf die Unterstadt bezieht.
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