In einer Präsentation erläuterten Vertreter der Stadt, wie schon am Vortag, die geplanten Sperrungen, die zufahrtsbeschränkten Bereiche und mehr (wir haben berichtet). Im Anschluss an die Präsentation nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen, bei denen der Leiter der Verkehrsabteilung, Thomas Flügel, Rede und Antwort stand. Ein zentraler Punkt war dabei die erwartete Besucherzahl über den gesamten Zeitraum des Hessentages. Laut Flügel wird mit insgesamt rund 700.000 Gästen gerechnet, wobei die Frequenz naturgemäß von Tag zu Tag schwanken dürfte. „Ein Montag oder ein Dienstag wird sicherlich nicht die gleiche Frequenz auslösen wie ein Freitag, Samstag oder Sonntag“, erklärte Flügel. Grundsätzlich verfüge die Stadt durch Großereignisse wie den Rosenmontagszug oder den Weihnachtsmarkt bereits über weitreichende Erfahrungen mit Veranstaltungen dieser Größenordnung.
Ein weiteres wichtiges Thema betraf die Parkplatzsituation im sogenannten roten Bereich. Hierbei kam die Frage auf, ob alternative Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Die Stadt bemühe sich aktiv um Ersatzlösungen, sowohl innerhalb der Innenstadt als auch in angrenzenden Bereichen. In diesem Zusammenhang stellte Flügel klar, dass Parkhäuser wie jenes am Schloss in privater Hand liegen. Da diese nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt liegen, können sie – selbst wenn sie außerhalb der roten Zone liegen – nicht als offizielle Ausweichmöglichkeit bereitgestellt werden. Flügel erklärte, dass die notwendigen Abstriche, die in dem Zeitraum gemacht werden müssen, nicht ungewöhnlich seien. „Wir haben uns für ein anderes System entschieden, andere Städte haben am Hessentag eine Glocke über die komplette Innenstadt gelegt“, so Flügel. In Fulda habe die Entscheidung jedoch gelautet, die Stadt so weit wie möglich offen zu halten.
Auch für Radfahrer gab es eine konkrete Klärung: Die Anwohner erkundigten sich, ob das Überqueren der roten Bereiche mit dem Fahrrad gestattet sei, sofern dieses geschoben wird. Flügel bestätigte, dass dies möglich ist. Zudem wurde die Situation des Schülertransports thematisiert, da der Hessentag in die letzte Schulwoche vor den Ferien fällt. Auch der Schulbusverkehr muss sich laut Flügel an die geltenden Sperrzonen halten und wird die betroffenen Bereiche entsprechend umfahren.
Von einer Gewerbetreibenden kam zudem die Frage auf, ob für Anwohner oder Betriebe eine Aufwandsentschädigung für den Zeitraum vorgesehen sei. Flügel erklärte hierzu, dass sich insbesondere Gastronomen und Hoteliers aufgrund des steigenden Tourismus auf den Hessentag freuen – es komme nicht zu einer Aufwandsentschädigung. Es sei zudem der ausdrückliche Wunsch der Stadt, die Außengastronomie so weit wie möglich geöffnet zu lassen. Im Nachgang der Veranstaltung konnten sich die Anwohner noch bei der Polizei und den zuständigen Hessentagsmitarbeitern über ganz individuelle Anliegen informieren.
Viele Sperrungen zum Hessentag – Konzept vorgestellt
