Die Entstehungsgeschichte des Titels erläuterte Produzent Klaus-Dieter Wiegand. Anlässlich des 45-jährigen Bestehens des Kreis- und Stadtmusikverbandes unter dem Vorsitzenden Heiko Stolz hatte der Musikverlag Geiger aus Kronach das Stück von 1912 – besser bekannt als das „Rhönlied“ von Andreas Fack – in einen Marsch umkomponiert. „Davor war es ein Lied mit reinem Wandertext“, so Wiegand. Als das Jubiläum gefeiert und der Marsch auf dem Domplatz aufgeführt wurde, kam Wiegand und Oliver Krah die Idee, die ursprünglichen Strophen zu singen, da das ältere Publikum den Text noch immer sicher beherrsche – eine Aktion, die bei den Zuhörern auf große Begeisterung stieß. Aus diesem Moment heraus reifte der Entschluss, eine moderne Hymne passend zum Hessentag in Fulda zu formen.
Da Wiegand über die entsprechende Studioerfahrung und das notwendige Equipment verfügte, produzierte er gemeinsam mit Krah und Kati Geiger vom Musikverlag Geiger eine neue Version des Klassikers. Die Komposition umfasst nun eine moderne Bridge sowie drei neu gedichtete Strophen. Inhaltlich konzentriert sich der Text bewusst nicht nur auf das anstehende Landesfest, sondern feiert die gesamte Stadt und die Region – darunter selbstverständlich auch die Rhön –, damit der Song auch über das Event hinaus Bestand hat. Der finale Entwurf stieß bei der Stadt Fulda auf große Resonanz. Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sei sehr positiv gestimmt gewesen, woraufhin der Startschuss für die Produktion des Beitrags fiel.
„Die Musik war schon da“, erklärt Wiegand mit Bezug auf „Katis kleine Blasmusik“, welche die Melodie bereits eingespielt hatte. Den Gesang übernahm schließlich ein Quintett des Musikvereins Döngesmühle, bestehend aus Stephanie Weß, Johanna Elm, Hubert Elm, Oliver Krah und Klaus-Dieter Wiegand selbst. In einer etwa dreistündigen Aufnahmesitzung entstand das Rohmaterial, welches Wiegand im Nachgang über mehrere Stunden zusammenschnitt. Für das zugehörige YouTube-Video stellte die Stadt Logos und Bildmaterial zur Verfügung. „Wir haben in enger Abstimmung mit der Stadt gearbeitet“, betont der Produzent.
Der gesamte Entstehungsprozess der neuen Version erstreckte sich über mehrere Wochen, allein das Verfassen des neuen Textes nahm zwei Wochen in Anspruch. „Im November haben wir angefangen und wir wollten bis Fastnacht fertig sein“, so Wiegand. Dieses Ziel wurde erreicht – als kleinen Vorgeschmack spielten die Beteiligten die Melodie bereits während der Umzüge. Während des Hessentags werde das Lied mit Sicherheit öfter zu hören sein – vielleicht auch von der Band „Bürgermeister&friends“. Die Döngesmühler wollen die Hymne bei ihrem Auftritt am 20. Juni ab 17 Uhr im Polizeibistro im Museumshof auf jeden Fall spielen und bei der Eröffnung des Hessentags am 12. Juni im Schlosshof soll er zum ersten Mal live erklingen.
