„Wir liegen absolut im Zeitplan“, sagt Höhl 182 Tage vor Beginn des Hessentags. Doch dieser ist straff. Jeden Tag kommen neue Aufgaben und offene Fragen hinzu. „Ich schaue mir den Countdown jeden Tag auf der Hessentags-Homepage an“. Der Stadt liege ein Masterplan vor, der eingehalten werden müsse. Das betrifft Flächenplanung, Events und Sicherheitskonzepte, aber auch noch vieles, vieles mehr.
Die Domplatz-Events sind bereits fix, dahinter konnten die Verantwortlichen schon einen Haken machen. Ausverkauf sind übrigens schon Roland Kaiser und zweimal Peter Maffay sowie die Best of-Gala von spotlight Musicals. Auch das Konzert von Sarah Connor (18. Juni) nähert sich allmählich dem Status „ausverkauft“. Auch bei Avantasia (16. Juni), Roxette (17. Juni) und Montez (19. Juni) sind bereits mehr als die Hälfte der Tickets weg.
Dazu kommt „Just White“: Die Mega-Party von Hit Radio FFH steigt am 20. Juni am Domplatz und werde komplett vom Radiosender geplant, verrät Höhl. Die Stadt Fulda kooperiere dabei. Alle Farben wurde jüngst als erster Act vorgestellt, mehr wisse die Stadt selbst aber auch noch nicht und lässt sich überraschen, welche Künstler folgen. Doch die Resonanz für Just White ist überwältigend: „Ohne dass ein Act bekannt war, waren in kurzer Zeit die Hälfte der Tickets weg“, sagt Höhl. Weitere Verkaufswellen gibt es zeitnah mit den weiteren Acts. Aber: „Ich gehe davon aus, dass wir um Weihnachten rum ausverkauft sein werden“.
Komplettes Programm fügt sich nach und nach zusammen
„Aktuell gehen wir in die Feinplanung“, sagt Höhl: „Was findet wann und wie wo statt, welche Künstler treten auf“. Konkret gehe es dabei um die kleineren Festplätze wie das Weindorf, die hr-Bühne, die Bundeswehr-Bühne, das Kaufhaus Karl und weitere. Rund einen Monat vor Beginn des Landesfestes wird die Stadt das komplette Programm offiziell den Hessen vorstellen. „Es fügt sich immer mehr zusammen“, freut sich der Kopf der Planungsgruppe.
Bis der Hessentag in Fulda startet, beschäftigen sich hunderte Menschen mit dem großen Fest – genaue Zahlen kann Höhl nicht nennen, aber: Es gibt ein Kern-Team, das 50 Menschen umfasst, dazu viele weitere Player wie Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Sicherheitsdienst, Fachämter und mehr. „Es kommt niemand um den Hessentag herum“, schmunzelt Höhl.
In Sachen Planung gibt es bei der Stadt verschiedene Projektgruppen, die sich mit Events, Verkehrsregelungen oder auch Sicherheit beschäftigen: „Das sind riesige Themen“. Gerade in Sachen Sicherheit sind Großveranstaltungen in der Planung in den vergangenen Jahren komplexer geworden, doch Höhl versichert: „Wir sind mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und einer Fachfirma im Austausch. Da wird jedes einzelne Szenario durchgespielt, von A bis Z, und entsprechende Maßnahmen für jeden Fall definiert“.
Bunter Festumzug mit viel Musik
Als krönenden Abschluss des 63. Hessentags gibt es den Festzug durch die Stadt, worauf besondere Vorfreude herrscht. „Ohne, dass wir in die Bewerbung gegangen sind, ist die Resonanz schon so groß, dass wir am Ende eventuell sogar einzelnen Bewerbern absagen müssen“, berichtet Höhl. Schließlich solle der Umzug das ganze Bundesland Hessen abbilden, daher gingen die Kontingente auch nicht nur an Stadt und Landkreis Fulda, sondern in alle Regionen Hessens. „Fulda hat offenbar Lust auf einen großen Festzug. Vereine, Organisationen und Unternehmen können kreativ mitmachen. Wir wollen einen sehr attraktiven Umzug planen, mit vielen musikalischen Beiträgen“, wirbt Höhl: „Und wir wollen eine wunderbare Stimmung in die Stadt zaubern“. Insgesamt seien etwa 120 Kontingente für den Umzug vorgesehen – das müssen aber nicht unbedingt „Zugnummern“ wie am Rosenmontag sein: „Da muss man im Detail dann schauen. Aber das ist die grobe Richtung, um dreieinhalb Stunden Festzug zu gestalten“.
