Baumesse: Vorträge bündeln Infos von Fachleuten

Fotos: RVG / Marzena Seidel.

Fulda (pm/gü) – Die Baumesse „hausplus“ beginnt am Freitag in Fulda. Sie dauert drei Tage: von Freitag, 20. März, bis Sonntag, 22. März. 100 Aussteller sind mit dabei auf dem Messegelände Fulda-Galerie. Mit zur Messe gehört auch ein Vortrags-Forum. Im 30-Minuten-Takt geben Experten dort viele nützliche Infos rund ums Bauen und Sanieren. Insgesamt 34 Termine stehen im Programm.

Fördermittel fürs Sanieren bekommen, neue Heizsysteme vergleichen, Photovoltaik und Wärmepumpe kombinieren, Räume gut gestalten, ein Bauprojekt finanzieren, sich vor Einbrechern schützen, eine Immobilie privat verkaufen, eine Photovoltaik-Anlage leasen statt sie zu kaufen, zuhause einen Lift einbauen: Wer sich aktuell mit solchen Themen beschäftigt, kann sich im Vortragsprogramm der Fuldaer Baumesse „hausplus“ informieren. Dort sprechen Experten drei Tage lang über viele aktuelle Themen rund ums Bauen, Sanieren und Wohnen. Diese Vorträge kosten keinen zusätzlichen Eintritt: Sie sind im Messe-Eintritt bereits eingeschlossen. Insgesamt 34 Termine findet man in dem Vortragsprogramm, das online bereits zu sehen ist. Es ist dicht getaktet: Alle 30 Minuten startet ein neuer Vortrag. Mit dabei sind Polizei und Energieversorger, Banken und Baustoff-Hersteller, Handwerker, Dienstleister und Fachberater.

 

Bei manchen Themen wird es sehr voll

„Die Vorträge sind ein großer Magnet auf all unseren Baumessen“, berichtet Messechef Stephan Drescher: „Immer mehr Menschen besuchen die Messe speziell deswegen. Sie wählen schon vorab im Internet aus, welche Themen sie hören wollen. Bei manchen Terminen wird es im Vortragsraum so voll, dass sogar Stehplätze knapp werden.“ Das Messe-Team weiß außerdem: Manche interessieren sich für so viele Vorträge, dass sie an mehreren Tagen nacheinander zur Baumesse kommen. „Deswegen bieten wir inzwischen auch ein Zwei-Tages-Ticket an. Mit diesem Ticket ist es deutlich günstiger, die Messe mehrfach zu besuchen und eine noch größere Auswahl an Vorträgen zu haben.“

 

Wie man Sanierungen plant

„Wo fang ich an? Muss ich erst die Fenster machen oder erst das Dach oder erst die Heizung?“ Solche Fragen beschäftigen viele Menschen, während sie eine Sanierung planen, weiß Energieberater Frank Fleck. Er hält für Rhön-Energie Fulda den Vortrag „Immobilien sanieren – aber wie? Erfolgreich sanieren mit Fördermitteln“. Im Vortrag wird er konkret erklären, womit man beginnt. „Wenn eine umfassende Sanierung ansteht, ist es am besten, man macht vorab einen Sanierungsfahrplan. Als Grundlage dafür braucht es eine so genannte strukturierte Energieberatung, bei der die Details des Gebäudes aufgenommen werden. Das nutzt man anschließend für Berechnungen und Simulationen am 3D-Modell.“ Daraus lassen sich dann die Sanierungs-Schritte und ihre Reihenfolge ableiten. So gelinge es, in einem älteren Gebäude die Wohnqualität spürbar zu verbessern und die Temperatur im Innenraum zu erhöhen. Auch über Kosten, Fördermittel und deren Beantragung wird er sprechen.

 

Heizung tauschen, Wärmepumpe einbauen

Tschüss sagen zur alten Heizung und stattdessen eine Wärmepumpe nutzen: Das wollen derzeit viele Menschen. Simon Scholz von Rhön Kälte aus Fulda erklärt, wie der Umstieg auf eine Wärmepumpe abläuft, die mit dem nachhaltigen Kältemittel R 290 funktioniert, das auf Propangas basiert. „Wir können prinzipiell in jedem Gebäude eine Wärmepumpe einbauen“, räumt er mit einem Vorurteil auf. Je nach Alter des Gebäudes und je nach Größe und Heizbedarf der Räume könne es sein, dass man vorab Heizkörper austauschen muss. „Kann sein, muss aber nicht sein“, betont er. Weil sowas in jedem Haus neu geprüft und berechnet werden muss, „kommen wir zu jedem Kunden und beraten persönlich direkt am Objekt“. Sobald es konkret wird, legt man auch fest, wie der Austausch abläuft und wieviel Förderung dafür im Einzelfall möglich wird.

 

Den eigenen Sonnenstrom optimal nutzen

„Wir gehören zu den Pionieren im Bereich Solar. Seit 22 Jahren bauen wir Anlagen – für Privatleute ebenso wie große Anlagen, Industrie und Freiflächen“, sagt Christian Hey von Schramm Solar in Nüdlingen. Entsprechend breite Erfahrungen soll mit einfließen in den Vortrag mit dem Titel „Photovoltaik und Speicher inklusive Anbindung steuerbarer Verbraucher“. Ein Termin für alle, die sich eine Solaranlage anschaffen wollen – und auch für alle, die bereits eine haben und weiter denken wollen. Der Kerngedanke wird sein, wie man selbst erzeugten Strom bestmöglich nutzen kann. „Wir wollen das ordentlich lenken, damit der Eigenverbrauch wirklich optimiert wird“, sagt Johannes Schramm. Dafür braucht es erstens einen Strom-Speicher, um Nutzungszeiten verschieben zu können. Zweitens Stromverbraucher, deren Nutzung sich steuern lässt. Plus, drittens, eine Steuerung, die alle Elemente klug verknüpft. Rentabilität ist dabei ein großes Thema, die aktuelle Gesetzeslage ebenfalls.

 

Ein Dach, unter dem man es sich draußen schön machen kann

Lamellendächer aus Aluminium baut Schrimpf Bauelemente aus Fulda. Seniorchef Martin Schrimpf und Geschäftsführer Dogan Kilic informieren in einem Vortrag darüber, was man alles mitdenken sollte, wenn man auf der Terrasse oder im Garten eine Überdachung plant. „Wieviel Sonneneinstrahlung hat man, und was macht die auf Dauer mit dem Material? Mit wieviel Schneelast muss man rechnen? Will man eine Isolierung, um sich gegen Hitze zu schützen und bei Regen weniger Prassel-Geräusche zu hören?“ Ein gut gemachtes Lamellendach sei ideal, wenn man es sich rund übers Jahr draußen schön machen will, sagt Dogan Kilic. „Man kann darunter auch grillen, kochen oder Feuer machen“, erklärt er. Dank der Lamellen: Sie lassen sich auf- und wieder zufahren und zudem ganz unterschiedlich einstellen. Das biete sehr viele Möglichkeiten: Bei schräg gestellten Lamellen kann Rauch oder Koch-Dunst gut abziehen, und trotzdem bleibt man bei Regen noch trocken. Im Sommer könne man schöne Schattenspiele machen. Und wer mal die Oberseite putzen will, dreht die Lamellen einmal komplett um. „Einfach abkärchern, fertig“, sagt Dogan Kilic: „Wir empfehlen langlebiges Material, Alu plus Edelstahl-Schrauben. Das ist absolut rostfrei und verwittert nicht. So ein Lamellendach hält länger als ich selbst.“

 

Infos zur „hausplus Fulda 2026“:

Die „hausplus Fulda 2026“ dauert von Freitag, 20. März, bis Sonntag, 22. März. Sie ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Tickets für Erwachsene kosten neun Euro. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag haben freien Eintritt. Das Zwei-Tages-Ticket erhält man für zwölf Euro. Tickets, Infos zur Messe, zu Ausstellern und Vorträgen gibt es auf der Internetseite der Messe: www.hausplus-fulda.de.

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