Tesfaiesus begrüßt die Förderung: „Es freut mich sehr, dass die Kommune mit ihrem Antrag überzeugen konnte, und dass damit dieser wichtige Freizeitort gefördert wird. Schwimmbäder sind nicht nur Sportstätten, sondern wichtige Treffpunkte für Jung und Alt, für Sportler*innen und Erholungssuchende.“ Das Waldschwimmbad habe einen besonderen Charme. Die Förderung könne zum Erhalt des Bades beitragen.
Gleichzeitig kritisiert die Abgeordnete, dass die bereitgestellten Mittel bei Weitem nicht ausreichten. Das Programm sei stark überzeichnet, viele Kommunen gingen leer aus. Der große Andrang zeige, wie hoch der Sanierungsbedarf sei. Eine nachhaltige Antwort auf den strukturellen Sanierungsstau sei das Programm aus ihrer Sicht nicht. Zudem sei eine dauerhafte Fortsetzung der Förderung für Sportstätten und Schwimmbäder nicht gesichert.
„Kommunen planen Sanierungen über Jahre, nicht über einzelne Förderrunden. Dafür brauchen sie eine verlässliche kommunale Finanzierungsgrundlage“, so Tesfaiesus. Statt einzelner, aufwendig zu beantragender Förderprojekte brauche es eine nachhaltige und flächendeckende Stärkung der Sportinfrastruktur.
Das Förderprogramm SKS-Schwimmbad ist ein einmaliges Sonderprogramm im Rahmen der von der Bundesregierung vereinbarten „Sportmilliarde“. Kommunen, Gemeinden und Landkreise konnten bis zum 19. Juni 2026 Interessenbekundungen für die Sanierung und Modernisierung ihrer Schwimmbäder einreichen.
Nach Angaben von Tesfaiesus gingen rund 960 Projektskizzen mit einem beantragten Fördervolumen von etwa 3,2 Milliarden Euro ein. Dem standen 250 Millionen Euro Fördermittel gegenüber. Rund 30 Prozent der eingereichten Skizzen waren formal nicht förderfähig. Aufgrund der hohen Nachfrage konnte auch die Mehrheit der förderfähigen Anträge nicht berücksichtigt werden.
