Bürgermeisterin Alexandra Ballweg, die das Festwochenende am Vormittag gemeinsam mit den harmonischen Klängen des Kinder- und Jugendchors offiziell eröffnete, zeigte sich begeistert von der Resonanz und hob die unersetzliche Bedeutung der Vereine für den Zusammenhalt in der Rhöngemeinde hervor. Ballweg ließ es sich nicht nehmen, selbst an mehreren Stationen aktiv zu werden, und testete unter anderem den Rollstuhl-Parcours, das Klappmemory, die Tischtennisplatten sowie das Ju-Jutsu-Angebot. Es war der nach langer Pause dritte „Markt der Möglichkeiten“, und angesichts des enormen Zuspruchs war sich die Rathauschefin sicher, dass dies nicht die letzte Auflage gewesen sei. Auch Silvia Kern von der Gemeindeverwaltung freute sich über den überwältigenden Andrang bei bestem Festwetter.
Rund 30 teilnehmende Vereine, Sozialverbände, Bildungsanbieter und soziale Einrichtungen aus der Gemeinde verwandelten das Areal in eine große Entdeckungsmeile. Das bunte Treiben erstreckte sich vor, im und hinter dem Von-Steinrück-Haus sowie über das Feuerwehrhaus, den Kindergarten und die Turnhalle. Den Gästen boten sich bis zum späten Nachmittag unzählige Gelegenheiten zum Mitmachen und Fachsimpeln. Der zeitliche Ablauf war im besten Sinne des Wortes von Bewegung und Kreativität geprägt, da die verschiedenen Akteure im fliegenden Wechsel ihr Können präsentierten. Zu den künstlerischen und bildenden Höhepunkten gehörten die über den Tag verteilten Angebote der Volkshochschule: Während die „Smartphone Fotowalks“ den Blick für die fotogenen Ecken der Heimat schärften, herrschte an den Pavillons bei den Workshops für Kalligrafie und modernes Handlettering ein kreativer Andrang. Auch das Rhöner Brauchtum und die Mundartpflege kamen nicht zu kurz: Der Trachtenverein zog die Besucher mit einem unterhaltsamen „Mundart-Memory“ in seinen Bann und bereicherte das Geschehen am Nachmittag mit traditionellen Tanzvorführungen auf der Bühne im Bürgerhaus. Wer es moderner mochte, kam bei den schwungvollen Rhythmen einer Linedance-Gruppe voll auf seine Kosten, während der Musikverein „Cäcilia“ zur Kaffeezeit mit zünftigen Musikstücken für eine herrlich gesellige Atmosphäre sorgte.
Ebenso kraftvoll und dynamisch präsentierte sich der sportliche Sektor der Gemeinde. In der Turnhalle demonstrierten die Aktiven der Ju-Jutsu-Abteilung in regelmäßigen Vorführungen effektive Selbstverteidigungstechniken, während Franziska Lueg mit eleganten „Aerial Yoga“-Einheiten hoch in den Tüchern die moderne Facette des Gesundheitssports aufzeigte. Der Karnevalverein Poppenhausen (KVP) schickte seine talentierten Gardetanzgruppen ins Rennen, und der TSV Poppenhausen sorgte mit dem Auftritt seiner Kindertanzgruppen sowie einem anschließenden Mitmachangebot für die jüngsten Festbesucher für den perfekten Schlusspunkt. Flankiert wurde das bunte Treiben von zahlreichen Ständen weiterer Vereine, die im gesamten Areal kreative Mitmachaktionen anboten. Am Ende der rundum gelungenen Veranstaltung stand für alle Beteiligten fest: Der „Markt der Möglichkeiten“ hat eindrucksvoll bewiesen, wie viel Lebensqualität und ehrenamtliche Power in Poppenhausen stecken.
Der ehemalige Bürgermeister Manfred Helfrich beteiligte sich aktiv am Stand der Initiative „Leben und Arbeiten in Poppenhausen“. Der Markt biete die einmalige Gelegenheit, dass sich Bürger und Interessierte über das gesamte Spektrum dessen, was Poppenhausen zu bieten habe, informieren können: „Für einen Samstagnachmittag ist hier heute richtig viel los. Es gibt viel zu sehen und auszuprobieren. Die Menschen können direkt erleben, was man hier in Poppenhausen alles machen kann. Es ist auch eine wunderbare Gelegenheit der Begegnung.“ Der Wunsch, neue Mitglieder zu gewinnen, hat sich für „Leben und Arbeiten“ auch erfüllt – alles in allem sah auch Helfrich eine rundum gelungene Veranstaltung.
