Nach zuvor zwei deutlichen Siegen auf heimischem Geläuf mussten sich Mehic und Co. am Samstag erstmals auf der Bornwiese geschlagen geben, am Ende stand ein 1:2 gegen den starken Aufsteiger Rengershausen unter dem Strich – allerdings eine gleichermaßen ärgerliche wie unnötige Niederlage, agierten die Sprudelkicker doch eine komplette Halbzeit in Überzahl. „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht“, betonte Mehic bereits am Wochenende und verwies auf den Druck, den sich vor allem die jüngeren Spieler im Kader selbst auferlegten – mit Hinblick auf das Duell gegen die Buchonia nimmt Sodens Coach diesen Druck deshalb bewusst von seinem Team: „Sie dürfen sich nicht so viele Gedanken machen, das hat gegen Rengershausen nicht gut funktioniert. Den Druck machen sich die Jungs selbst, den gibt’s von mir nicht. Sie sollen einfach rausgehen und Lust haben aufs Fußballspielen. Und dann bin ich zuversichtlich, was das Derby angeht.“
Mit dem Gegner will sich Mehic traditionell wenig beschäftigen, der Fokus liegt auf dem eigenen Leistungsvermögen – zumal die Sprudelkicker das Potenzial, was zweifelsohne in der Mannschaft steckt, bislang nur phasenweise abrufen konnten. „Auch im Hinblick auf Flieden ist der Gegner nicht unser Problem. Wir müssen über 90 Minuten das tun, was wir können: Die Jungs müssen sich trauen, Fußball zu spielen und den Kopf ausschalten. Es ist ein Derby, und das müssen wir annehmen.“ Personell muss Mehic auf einmal mehr auf zahlreiche Akteure verzichten: Olivier Kuzbik, Christoph Neiter, Jaroslav Kymlicka, Daniel Molina, Daiki Shigeno, Anto Vinojcic sowie Keeper Daniel Duschner fallen allesamt aus, Spase Arsov ist mit einem geschwollenen Knöchel noch fraglich. Für den verletzten Schlussmann wird Reserve-Trainer Abdulsamed Ersöz wieder das Tor hüten.
Der SV Flieden hingegen konnte am Wochenende nach mittlerweile vier Punkteteilungen den ersten Sieg einfahren – und will genau daran gegen die Sprudelkicker anknüpfen: „Wir wollen die Euphorie mitnehmen, wir haben uns diesen Sieg erarbeitet und hoffen, dass das jetzt der Knotenlöser war“, betont Trainer Christian Kreß, dem auch die Sodener Niederlage gegen Rengershausen nicht entgangen ist: „Rengershausen ist ein Topteam, gegen das man verlieren kann“, ordnet der Buchonen-Coach ein: „Aber für uns ist klar: Wir wollen Gas geben, werfen alles rein und wollen etwas Zählbares aus Bad Soden mitnehmen. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt.“ Nach dem ersten Saisonsieg gegen Bronnzell war für die Fliedener erst einmal Wunden lecken angesagt, Marius Kullmann und Louis Larbig sind angeschlagen und entsprechend fraglich für das Duell auf der Bornwiese.
