Für den SV Flieden ist es diese Woche ein Kontrastprogramm: Am Mittwoch im Pokal hatte Trainer Christian Kreß mächtig rotiert und durfte einen 7:1-Erfolg beim TSV Dalherda notieren. Nun wartet der Alltag in der Liga – und ein Gegner, der es den Buchonen nicht einfach machen dürfte: Tuspo Grebenstein steht nach dem Aufstieg über die Relegation noch ohne Sieg da und trägt nach acht Spieltagen die Rote Laterne. „Man sieht es aber von den Ergebnissen in der ganzen Liga, dass jeder auch jeden schlagen kann“, ist sich Kreß bewusst, dass jede Serie auch einmal endet. Für Flieden ist die Marschroute aber klar: „Wir nehmen den Gegner absolut ernst, werden alles reinhauen, um das Spiel zuhause zu gewinnen und den Anschluss ans Mittelfeld zu halten“. Möglich ist, dass nach Mittwoch wieder einige Stammspieler in die erste Elf zurückkehren, doch auch andere Akteure machten unter der Woche auf sich aufmerksam und dürften dem Coach ein gutes Gefühl gegeben haben.
Parallel ist am Samstag ab 15 Uhr die SG Bad Soden dran und begrüßt die SG Calden/Meimbressen: „So komisch es sich anhört – wichtig ist für mich, dass die Jungs genauso weitermachen, wie in Wolfhagen“, sagt Trainer Sead Mehic. Zwar passte das Ergebnis (0:1) zuletzt nicht, doch mit der Spielweise war der Coach absolut einverstanden: „Wir hatten ja gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, es ist nur ein Ball hinten auf unser Tor gekommen. Das war die Woche aber auch im Training zu sehen“, hätten die Spieler ihm positive Signale gegeben. Und wissen: „Ohne den Gegnern zu nahe zu treten. Aber wir schenken die Punkte, die wir verlieren, selbst ab.
Die Sprudelkicker wollen ihr Selbstverständnis und Selbstvertrauen beibehalten – und gerade zuhause soll es weiterhin Erfolge geben. Gegen Calden/Meimbressen, das in den vergangenen Wochen Ergebnisse wie 5:2, 3:3 oder 0:7 lieferte und zuletzt dreimal hintereinander verlor, peilt Soden nichts anderes als einen Sieg an: „Es geht nur in eine Richtung“, betont Mehic: „Wir wollen unser Spiel durchsetzen“. Überhaupt imponiert Mehic der Zusammenhalt innerhalb des Vereins, was nicht zuletzt der Torwartwechsel zeigte: Abdulsamed Ersöz hütet den Kasten für den verletzten Daniel Duschner in der Verbandsliga, dafür trat er das Traineramt des Gruppenliga-Teams vorerst ab. „Das spricht wirklich für diesen Verein: Egal, welche Dinge passieren – es wird alles ruhig, sachlich und sauber kommuniziert, und geschaut, dass es von allen Seiten her passt. Das hat es mir damals auch einfach gemacht, die Aufgabe zu übernehmen“. Zudem trug auch der Austausch schon Früchte: Während Dennis Nix nun mehrfach in der Verbandsliga auf sich aufmerksam machen konnte, freue sich Mehic, seine Akteure, die teilweise aus einer Verletzung kommen, auch in der Gruppenliga erstmal heranführen zu können.
Sprung zum Sonntag: Dann steigt der Heimspiel-Viererpack für die hiesigen Verbandsligisten. Steinbach empfängt Wolfhagen und nächsten Topspiel, und will sich sattelfester zeigen als beim 4:6 in Rengershausen. Eichenzell begrüßt den TSV Wabern, die Barockstadt-U23 fordert den Lichtenauer FV und Bronnzell nimmt es mit dem FSV Dörnberg auf. Gerade auch die Kellerkinder aus Eichenzell und Bronnzell brauchen Punkte, während sich die Barockstadt mit dem 4:0 unter der Woche gegen Dörnberg etwas freischwimmen konnte. Dabei hatte SGB-Trainer Niklas Herget geschwärmt: „Das ist das Schönste für einen Trainer, dass auch die, die nicht von Anfang an am Platz stehen oder mal nicht den Vorzug bekommen, auch da sind und funktionieren. Das sprechen wir auch immer an: Die Einwechselspieler müssen unser Spiel halten, und im besten Fall noch verbessern“. Und gegen den Tabellenvorletzten aus Lichtenau will der Barockstadt-Nachwuchs zuhause weiterhin ungeschlagen bleiben.
Verbandsliga Nord
Samstag
15 Uhr
SG Bad Soden – SG Calden/Meimbressen
SV Buchonia Flieden – Tuspo Grebenstein
SV Weidenhausen – OSC Vellmar
SG Klei./Hun./Doh. – Tuspo Rengershausen
Sonntag
15 Uhr
SV Steinbach – FSV Wolfhagen
FC Britannia Eichenzell – TSV 1900 Wabern
SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Lichtenauer FV
SG Bronnzell – FSV Dörnberg
