„Ich kann nicht mal sagen, dass wir ein schlechtes Spiel gemacht haben“, betonte Mehic nach der dritten Saisonniederlage im achten Spiel: „Wolfhagen hatte einen Torschuss, wir sind in der kompletten zweiten Halbzeit angerannt und hatten viele Möglichkeiten in der Box – die letzte Konsequenz hat aber gefehlt.“ Und dann kam für die Sprudelkicker bei einigen Aluminiumtreffern nach der Pause auch noch Pech dazu – zu diesem Zeitpunkt liefen die Gäste aber auch schon einem Rückstand hinterher:
Liam Bellmont hatte den FSV kurz vor dem Halbzeitpfiff in Führung gebracht, allerdings unter gütiger Sodener Mithilfe. „Da reicht ein langer Ball, wir sind nicht am Mann, er kann den in Ruhe annehmen und den Pass in Tiefe spielen“, ärgerte sich Mehic über die Entstehung des Gegentreffers: „Dann verlieren wir das Laufduell und unser Torwart wird auch noch überlupft.“ Dennis Nix konnte nicht mit Bellmont Schritt halten, Abdulsamed Ersöz im Sodener Tor war anschließend machtlos und konnte die Wolfhagener Führung nicht mehr verhindern (40.).
Besonders ärgerlich aus Sicht der Sprudelkicker: Bereits zu Beginn waren durchaus Chancen da, um selbst in Führung zu gehen – und nach dem Seitenwechsel ebenfalls Möglichkeiten, um zumindest noch zum Ausgleich zu kommen. „Die Enttäuschung ist riesengroß. Wolfhagen hat im ersten Durchgang schon wenig nach vorne gespielt, und sich nach der Pause mit der Führung im Rücken noch mehr zurückgezogen. Deswegen ärgert es mich umso mehr“, haderte Mehic abschließend: „Es tut vor allem weh, wenn man den Aufwand sieht, für den wir uns einmal mehr nicht belohnt haben. Es ist ein Lernprozess, aber wir bringen uns phasenweise selbst um den Lohn unserer Arbeit.“
Wolfhagen: Christof; Garwardt, Manokaran, Deiß, Yilmaz, Schmacke, Trofimoff Belmont, Pierre, Fischer, Herting, Tyshyninov
Bad Soden: Ersöz; Nogueira De Sousa, Nix, Fujinaga, Mehic, Kovac, Ehlert, Ljutic, Memeti, Tanaka, Arsov
Schiedsrichter: Nico Kleinegesse (Westerloh-Lippling)
Tore: 1:0 Liam Troffimoff Belmont (40.)
Zuschauer: 150
