Fußball 27.09.2026

Verbandsliga – Auswärtsschwäche geht weiter: Soden verliert in Wabern

Wabern (jah) – Die SG Bad Soden offenbart in der Fußball-Verbandsliga weiter Licht und Schatten – vor allem in der Fremde will es für die Elf von Trainer Sead Mehic einfach nicht laufen. Das 0:2 (0:2) beim TSV Wabern war bereits die dritte Niederlage auf gegnerischem Platz für die Sprudelkicker, die sich bei den Nordhessen wieder einmal selbst schlugen.

Archivfoto: Görlich Media

„Zuhause hui, auswärts pfui!“, brachte es Mehic unmittelbar nach dem Abpfiff auf den Punkt – und der Sodener Trainer war nach dem 0:2 bedient, vor allem weil die Niederlage beim TSV erneut absolut vermeidbar war. Die Sprudelkicker starteten gut in die Partie und hätten durch Mirza Kovac nach nicht einmal zwei Minuten bereits in Führung gehen können. Stattdessen klingelte es wenig später aber auf der anderen Seite, und das gleich doppelt: Luca Wendel brachte Wabern vom Elfmeterpunkt in Führung, TSV-Spielertrainer Patrick Herpe erhöhte keine zehn Minuten später auf 2:0 und sorgte mit seinem Treffer für einen Bruch im Spiel der Gäste. 

„Es wiederholt sich einfach, das ist extrem frustrierend“, haderte Mehic und bezog sich vor allem auf die Entstehung der Gegentore – denn die Sprudelkicker halfen bei den beiden Waberner Treffern gütig mit: Vor dem 0:1 brachte ein schwacher Rückpass Keeper Abdulsamed Ersöz in Bedrängnis. Der Schlussmann kollidierte im Strafraum mit einem TSV-Stürmer, die Entscheidung auf Strafstoß von Schiedsrichter Hendrik Ernst war die einzig richtige (20.). Acht Minuten später stand Ersöz dann wieder im Fokus, als er einen eigentlich eher harmlosen Abschluss von Herpe nicht festhalten konnte. 

Wie schon so oft in dieser Saison gingen bei Bad Soden angesichts des schnellen Zwei-Tore-Rückstands die Köpfe runter – es lief nicht mehr viel zusammen bei den Gästen, Torchancen waren Mangelware. „Es war auch nicht so, dass Wabern da ein Feuerwerk abgebrannt hätte“, konstatierte Mehic: „Bis zum Gegentor spielen wir guten Fußball und hauen uns die Dinger dann selber rein. Es ist langsam wirklich mühselig, immer wieder darüber zu sprechen. Nach dem 0:2 war das ein ganz schwaches Spiel von uns, das ist frustrierend und einfach enttäuschend. Mir fehlen da ein Stück weit die Worte.“ Dabei hat Mehic für die Verunsicherung seines jungen Teams durchaus Verständnis, „aber wir schlagen uns durch diese Fehler einfach selbst. Es ist nicht so, dass Wabern uns in diese Fehler gezwungen hätte, das lag einzig und allein an uns.“

Wabern: Girschikofsky; Kuntze, Matthäi, Schmeer, Witt, Kuntz, Klinge, Müller, Wendel, Herpe, Rohde

Bad Soden: Ersöz; De Sousa (83. Fujinaga), Nix, Mehic, Kovac, Ehlert, Ljutic (46. Memeti), Vinojcic (37. Shigeno), Tanaka, Molina (69. Fiorentino), Arsov (38. Higginbottom)

Schiedsrichter: Hendrik Ernst (Wolfhagen)

Tore: 1:0 Luca Wendel (20., Foulelfmeter), 2:0 Patrick Herpe (28.)

Zuschauer: 250