„Unser Anliegen richtet sich ausdrücklich nicht gegen notwendige Pflegearbeiten. Wir wünschen uns vielmehr eine Grünflächenpflege, die Verkehrssicherheit, Wirtschaftlichkeit und den Schutz unserer heimischen Arten miteinander verbindet“, betont Heinrich.
Unterstützt wird die Aktion vom BUND Schlüchtern-Steinau, dem Imkerverein Schlüchtern, dem Kreisjagdverein Schlüchtern, dem NABU Steinau, der Ökologischen Forschungsstation, Bündnis 90/Die Grünen, dem Wanderverein „Die Spechte“ und dem Gewerbeverein WITO.
In dem offenen Brief werden verschiedene Vorschläge für eine naturschonendere Pflege gemacht. So sollen Blühstreifen und andere Grünflächen möglichst erhalten bleiben, sofern keine Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit bestehen. Wo Pflegearbeiten notwendig sind, sollte das Mähen mit anschließendem Abräumen des Schnittguts dem Mulchen vorgezogen werden.
„Beim Mulchen werden zahlreiche Insekten und andere Kleintiere unmittelbar getötet. Eine strukturierte und differenzierte Pflege könnte für ökologische Verbesserungen sorgen und am Ende sogar wirtschaftlicher sein. Das wäre doch für alle super“, erklärt Dr. Dirk Höpfner, Unterstützer der Aktion und Vorstandsmitglied des NABU Steinau.
Gemeinsam mit Birgit Heinrich hat Höpfner den offenen Brief inzwischen an Bürgermeister Matthias Möller übergeben. Dieser begrüßt das Engagement: „Das Thema ist wichtig. Wir sind froh über alle Leute, die sich für ihre Heimat und ihre Umwelt interessieren und sie verbessern wollen. Deshalb sind wir natürlich offen dafür, in unserer Mäh- und Pflegepraxis Anpassungen vorzunehmen.“
Wer die Unterschriftenaktion unterstützen möchte, kann den offenen Brief noch bis Sonntag, 18. Oktober, im Café Wohnzimmer in der Krämerstraße 16 in Schlüchtern unterzeichnen. Eine Unterstützung ist außerdem online unter openpetition.org/gcqyd möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Anliegen.
