Lokales HEF 18.09.2026

Tankrabatt kommt ab 1. Oktober zurück – Preisdeckel 2027?

Berlin (pf/pm) – Die überall geforderten Entlastungen für Verbraucher und vor allem Autofahrer sollen kommen: Wie am Freitagabend im Bund klar wurde, gibt es eine Einigung mit den Ländern bezüglich der Spritpreise.

Foto: Pascal Fischer

Der Tankrabatt soll demnach im gesamten Entlastungspaket zum 1. Oktober greifen und bis Ende des Jahres laufen. Der Bund wird die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis Ende 2026 um 14 Cent pro Liter senken. Inklusive Umsatzsteuer summiert sich die Steuerentlastung für Kraftstoffe so auf ca. 17 Cent pro Liter.

Insgesamt sollen Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft um rund 2,5 Milliarden Euro entlastet werden. Bund und Länder tragen die geplanten Entlastungen gemeinsam. Die Länder leisten einen Beitrag in einer Höhe von 1,25 Milliarden Euro über einen Umsatzsteuerfestbetrag.

„Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze. Wir handeln schnell und haben einen klaren Fahrplan für 2027. Wir zeigen, dass wir in der Krise widerstandsfähig sind und den Bürgerinnen und Bürgern helfen. Die Entlastung von immerhin 2,5 Milliarden Euro ist in Zeiten angespannter Haushalte kein Pappenstiel. Umso mehr freue ich mich, wie schnell wir dieses Paket geschnürt haben. Das ist ein starkes Signal für unser Land.“

Die Energiesteuersenkung im Mai und Juni 2026 war weitgehend gut angekommen, heißt es weiter. Der Tankrabatt hätte seine Funktion erfüllt, in einer Phase besonders hoher Kraftstoffpreise Preisspitzen effektiv abzufangen. Daher soll er nun gleichen Effekt erzielen.

Die Bundesregierung wird außerdem Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen, mit dem Ziel, spätestens zum 1. Januar 2027 einen vorübergehenden Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen. Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein. Missbräuchliche Preisaufschläge müssen unterbunden werden.