Der 56-Jährige flog mit der Fliegergruppe des Aero-Club Bad Nauheim wie jedes Jahr umher. Die Reise ging über die Alpen bis nach Slowenien. „Beim Rückflug über Kempten, sind wir als die schnellste Maschine als letztes gestartet und überholten dann einen Doppeldecker“, erzählt Kreß. Sie flogen neben dem älteren Doppeldecker und er wollte den Anblick über dem Millstätter See unbedingt festhalten: „Über den Alpen, das war ein tolles Bild“, sagt Kreß. Das Plexiglas habe gespiegelt während der Fuldaer Bilder machte. „Ich habe durch ein Loch durch fotografiert, durch den Luftstrom wurde es durch unsere 250 km/h nach draußen gezogen“, berichtet er, was mit seinem Handy geschah.
Kreß schaute dem Handy kurz nach: „Es hat ein paar Saltos gedreht, dann war es weg“. Dieser Verlust war für den Fuldaer erstmal schlimm: „Ich habe meine Kreditkarten darauf, die Passwörter und bin Diabetiker, das war katastrophal“, sagt er: „Ich dachte das Handy besteht nun aus tausend Fetzen. Ich habe das Handy abgeschrieben, hätte nicht mehr danach gesucht.“ Sein Vereinskamerad habe jedoch nicht lockergelassen. Die beiden flogen bis Zell am See. Kress hatte dann die Idee das Handy über ICloud zu suchen. „Nach drei Versuchen hatte ich das richtige Passwort, ich habe das Jahre nicht benutzt“, sagt Kreß. Nach ein paar Minuten wurde dann sein Handy angezeigt.
„Ich war vollkommen ungläubig“, so Kreß. Der daraufhin eine weitere Maßnahme ergriff: „Ich erzählte einem Kollegen auf einem Tower, dass es in Google Maps direkt in einem Garten liegt“. Gemeinsam fanden sie die Nummer der Frau heraus, die den Garten besitzt. „Das war ein sehr interessanter Anruf“, sagt Kreß. „Ich sagte: Mein Name ist Markus Kress, legen sie bitte nicht auf“, erzählt der Fuldaer von dem Telefonat mit der alten Dame. Glücklicherweise hätte die Frau die Flugzeuge zuvor gehört, sonst wäre es laut Kreß sehr unglaubwürdig gewesen. Er ging mit seinem Kollegen etwas spazieren durch Zell am See und bekam ein paar Stunden über das Handy des Kollegen ein Bild seines Handys geschickt: „Es war vollkommen unversehrt, nicht mal eine Schramme“, erzählte Kreß: „Das war total witzig, die Frau schaute in ihrem Garten und fand das Handy“. Daraufhin schickte die Frau das Handy nach Fulda und Kreß verfolgte den Weg des Handys mit: „Es war die ganze Zeit angeschaltet und ich konnte sehen, wo es sich gerade befindet“. Letztlich lag das IPhone dann im Briefkasten des 56-jährigen und war zurück in Fulda.
