Organisiert wurde die Lesung von der Fachstelle Suchtprävention des Diakonischen Werkes und den Frühen Hilfen des Landkreises. Tim Puffler, selbst von FASD betroffen, berichtete freimütig und mit Humor aus seinem Leben. Er sprach vom „Chaos im Kopf“, das zwangsläufig zu Chaos im Alltag führt, und vom Gefühl, irgendwie anders zu sein – ohne zu wissen, warum. Die für ihn und seine Mutter erlösende Diagnose erhielt er erst im Alter von 32 Jahren: FASD. Von diesem Moment an konnten die Folgen der Krankheit – körperliche, sozial-emotionale und kognitive Beeinträchtigungen – eingeordnet werden.
Zusammen mit Frau Lauer von der Fachstelle Suchtprävention las Puffler Passagen aus dem Buch vor, das er gemeinsam mit seiner Adoptivmutter geschrieben hat. Die beiden halten Vorträge und Lesungen, um auf die unsichtbare Krankheit aufmerksam zu machen und für die Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft und Stillzeit zu sensibilisieren.
