Die Symptome fallen bei den betroffenen Tieren sehr unterschiedlich aus und reichen von klinisch nicht sichtbar bis hin zu Fieber, Milchleistungsrückgang und Durchfall sowie neurologischen Störungen und Fehlgeburten beziehungsweise schweren fetalen Schädigungen. Vorerst stehen noch keine Impfstoffe zur Verfügung. Da das Shamonda-Virus vorrangig über winzige, blutsaugende Mücken, sogenannte Gnitzen übertragen wird, stellt der Schutz vor Gnitzen aktuell die beste Prävention dar. Es ist davon auszugehen, dass das Virus bereits in weiten Teilen Deutschlands aktiv ist und sich zumindest noch bis in den Herbst, während der Flugzeit von Gnitzen, weiter ausbreiten wird. Bisher weiß man von Infektionen bei Rindern, Pferden, Schafen, Ziegen und Alpakas. Solange das Shamonda-Virus nicht als bekämpfungspflichtige Tierseuche eingestuft wird, kann die Tierseuchenkasse im Schadensfall keine Entschädigungen an betroffene Tierhalter auszuzahlen. Interessierte Personen können sich unter dem folgenden Link auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts weiterführend informieren: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/shamonda-virus/.
