Lokales FD 12.09.2026

Selbsthilfe in Fulda bringt Menschen zusammen – Fotos

Fulda (hl) – Selbsthilfe lebt von Engagement, vom Austausch und vor allem vom direkten Kontakt zwischen Menschen. Das wurde am Samstag beim Selbsthilfetag des Selbsthilfe-Büros

Osthessen deutlich. Im Museumshof und am Jesuitenplatz konnten Besucherinnen und Besucher in Fulda zahlreiche Selbsthilfegruppen kennenlernen, sich informieren und miteinander ins Gespräch kommen.

Foto: Christine Görlich

Eröffnet wurde die Veranstaltung morgens mit Grußworten von Vertreterinnen der Stadt Fulda und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hessen, darunter Regionalgeschäftsführerin Karola Günther, sowie Emily Best vom Selbsthilfebüro Osthessen und Dr. Marion Wagner, der Vorsitzenden des Sozialausschusses der Stadt Fulda, stellvertretend für den Bürgermeister Dag Wehner. In ihrem Grußwort stellten sie alle die Bedeutung der Selbsthilfe für die Gesellschaft heraus.

„Niemand muss mit seinen Ängsten allein bleiben“, erklärte Dr. Maron Wagner. Der Tag biete eine wichtige Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Engagement der Organisatoren in Selbsthilfegruppen verdiene zudem großen Respekt.

Für Emily Best ist genau dieser persönliche Kontakt ebenfalls entscheidend. Direkt mit Menschen in Kontakt zu kommen, sei ein wesentlicher Grund für den Selbsthilfetag. Trotz der unterschiedlichen Erkrankungen und Themen verbinde die Gruppen ein gemeinsamer Gedanke: Für Menschen da zu sein.

Karola Günther hob ebenfalls die gesellschaftliche Bedeutung hervor. Selbsthilfe übernehme zahlreiche Aufgaben und entlaste damit an vielen Stellen auch andere Bereiche. Umso wichtiger sei es, das Engagement der Beteiligten wertzuschätzen. Schließlich handle es sich zum großen Teil um ehrenamtliche Arbeit.

Die Themen der Stände reichten von körperlichen Erkrankungen wie Schlaganfall bis hin zu psychischen Belastungen, ADHS, Burnout und vielen weiteren Erkrankungen. Zudem gab es verschiedenste Mitmachaktionen: Eine Runde Tischtennis mit PingPongParkinson, handgemachte Henna-Tattoos am Stand der internationalen Selbsthilfegruppen und die Blindenstockführungen der Interessengemeinschaft IGbFD, die mithilfe von Simulationsbrillen und Langstöcken Einblicke in den Alltag von Menschen mit Sehbehinderung ermöglichte. Auch der Fahrsimulator des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) sensibilisierte für die Risiken von Drogenkonsum und lud dazu ein, die eigene Seh- und Reaktionsfähigkeit zu testen.

Das Fuldaer Ensemble GET RYTHM sorgte um die Mittagszeit mit einem vielfältigen, mitreißenden Percussion-Programm für musikalische Highlights. Mit dem Angebot des Circus Ikarus war auch für die Kleinsten für Spaß und Unterhaltung gesorgt.

Selbsthilfetag in Fulda. Fotos: Christine Görlich