Zu Beginn stellten sich die drei Experten vor. Mit dabei war Dr. Maximilian Kutzner, Historiker und Gründer der Geschichtsmanufaktur Kutzner in Rasdorf. Er gab den Schülern mit auf den Weg: „Ihr trefft Entscheidungen, die euch gefallen und nicht den anderen.“ Ob Studium oder Ausbildung – die Schüler sollten Bildungsentscheidungen treffen, die sie selbst ansprechen. „Seid egoistisch in diesen Bildungsentscheidungen“, betonte Kutzner.
Auch Katharina Prill, Lehrerin an der Gesamtschule Schenklengsfeld und Influencerin im Bereich Bildung, vertrat eine ähnliche Meinung. Ihrer Ansicht nach müssen Veränderungen angestoßen werden und Schüler die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. „Wir sollten vielmehr den Fokus darauflegen, die Persönlichkeit zu entwickeln“, betonte Prill.
Zukunftsforscher Sascha Eschmann sieht hingegen weniger Bedeutung in der Frage, welche Noten ein Schüler schreibt. Seiner Ansicht nach werden die Menschen künftig immer wieder mit neuen und wechselnden Herausforderungen konfrontiert, die zum Lernen anregen. „Wir lernen, wenn es uns begeistert“, sagte Eschmann.
Im weiteren Verlauf wurden per Video verschiedene Szenarien zum Schulalltag der Zukunft gezeigt. In einem davon wurde dargestellt, dass Schüler künftig von Künstlicher Intelligenz unterrichtet werden. Anschließend konnten Schüler und Lehrkräfte darüber abstimmen, ob sie glauben, dass es tatsächlich so kommen wird.
Der überwiegende Teil war der Meinung, dass Lehrkräfte zukünftig nicht durch KI ersetzt werden. Auch Kutzner teilte diese Einschätzung. Für ihn sind Lehrer Vorbilder – und zwar dafür, wie Wissen angewendet wird. „So eine Begegnung mit Vorbildern kann nicht ersetzt werden, Vorbilder kann man nicht ersetzen“, betonte Kutzner.
Auch Prill sieht den Lehrerberuf weiterhin als besonders wichtig an. „Der Lehrer ist ein Begleiter, eine Sicherheit im Raum Schule“, betonte sie abschließend.
