Im Mittelpunkt stehen Fotografien vom Weg der Hoffnung und dem Grünen Band sowie kleine Kunstobjekte, die von den Schülern selbst gestaltet wurden. Bei der Vernissage präsentierten die jungen Künstler ihre Arbeiten und gaben Einblicke in deren Entstehung. Abgerundet wurde die Eröffnung durch Lieder und Gedichte aus den Reihen der Schülerschaft.
Der Geschichts-Leistungskurs der Jahrgangsstufe zwölf setzte sich intensiv mit den Skulpturen von Dr. Ulrich Barnickel und dem Nationalen Naturmonument Grünes Band auseinander. Bei einem Fotoworkshop auf Point Alpha hielten die Schüler ihre eigenen Eindrücke mit Kameras fest und entwickelten daraus persönliche Plakate. Unterstützt wurden sie bei Fragen zu Grafik und Technik von Kunstpädagogen der Kunstschule Schweina. Finanzielle Unterstützung kam vom Projekt „Aller.Land“ aus dem Wartburgkreis.
Auch die Klasse 6/2 beschäftigte sich mit der ehemaligen Grenzlandschaft. Ausgehend von der Entwicklung vom „Todesstreifen zur Lebenslinie“ erkundeten die Kinder das Ökosystem entlang des früheren Kolonnenweges. Ihre Beobachtungen und Skizzen wurden anschließend zur Grundlage für sogenannte Faltdioramen. Die dreidimensionalen Kunstwerke zeigen Tiere und Pflanzen in ihren geschützten Lebensräumen.
Die Schüler arbeiteten über längere Zeit an den Dioramen, entwickelten Entwürfe, zeichneten, schnitten und klebten. Beim Öffnen entfalten sich die Werke automatisch zu plastischen Szenen. Über QR-Codes können Besucher zudem selbst verfasste Gedichte der Schüler abrufen, in denen die dargestellten Tier- und Pflanzenarten ihre Sicht auf den früheren „Eisernen Vorhang“ und das Grüne Band schildern. Klangcollagen aus dem Unterricht ergänzen die Texte und verleihen den Arbeiten eine zusätzliche emotionale Ebene.
Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Andrea Arnold, Antonia Seib, Antje Plescher und Nils Schlechtweg gestalteten die Kinder und Jugendlichen auch die Vernissage. Sie erläuterten die Entstehung der Exponate und präsentierten Lieder und Gedichte. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Point Alpha Stiftung, Aline Gros, die das Projekt begleitet hatte, führte durch das Programm und gab den Gästen zusätzliche Informationen zum historischen und naturkundlichen Hintergrund.
Die Ausstellung zeigt, wie sich Geschichte, Natur und Kunst miteinander verbinden lassen. Zugleich verdeutlicht das Projekt die Möglichkeiten fächerübergreifenden Lernens in Deutsch, Geschichte und Naturwissenschaften. Ausgangspunkt der Zusammenarbeit zwischen der Point Alpha Stiftung und dem Dr.-Sulzberger-Gymnasium war das Schülerprojekt „Grenzenlose Freiheit“ zum 35. Jahrestag der Grenzöffnung. Damit hatten die Bad Salzunger den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen.
Für die Ausstellung „Schülerblick“ und ihr kulturelles Engagement wird die Einrichtung zudem am 15. September mit dem Thüringer Kulturpass ausgezeichnet.
