„Es ist ein schöner poetischer Text, dessen Poesie uns auch nach 800 Jahren noch anregt“, sagte Pater Cornelius Bohl. Er hatte die Einführungstexte für das Projekt geschrieben und gehört zu den Organisatoren der Umsetzung.
Der Förderverein installierte entlang des Laubengangs mehrere Tafeln, die mit integrierten QR-Codes ausgestattet sind. Über das Smartphone können Interessierte so künftig eine Vertonung des Sonnengesangs anhören. Zu den einzelnen Stationen gibt es jeweils eine passende Melodie, die direkt unter den Lauben angehört werden kann. „Das passt besonders gut zum diesjährigen 800. Todestag von Franziskus“, erklärte Bohl.
An der Gestaltung des Projekts war auch Frank Tischer beteiligt. „Jeder Aspekt des Liedes wurde liebevoll und respektvoll vertont“, sagte er. Sein Ziel sei es gewesen, den Sonnengesang für alle Menschen zugänglich zu machen und ihn auf besondere Weise in den Klostergarten zu integrieren. Für die optische Gestaltung sorgte seine Frau Antonia Tischer. Sie fertigte passende Gemälde an, die nun auf den Tafeln abgedruckt sind und die einzelnen Inhalte des Sonnengesangs begleiten.
„Jeder Schöpfungsaspekt bekommt ein eigenes Lied, ein eigenes Bild und eine eigene Strophe“, erklärte Frank Tischer. Nun seien alle Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen, unter dem Laubengang zu verweilen und sich auf die Verbindung aus Text, Musik und Bildern einzulassen.
So ist im frisch renovierten Laubengang ein Ort entstanden, an dem der jahrhundertealte Sonnengesang auf neue Weise erlebbar wird – und dessen Poesie zwischen den Mauern des Frauenbergs weiterklingen kann.
