Dabei erwischte die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen einen Auftakt nach Maß. Gerade einmal 31 Sekunden waren gespielt, als Schmitt nach Vorarbeit von Dittmann zur Führung einschob. Freiburg II fand anschließend besser ins Spiel und glich durch Mladen Mijajlovic aus (25.). Doch die SGB schlug zurück: Nach einer Flanke von Dittmann stand Schmitt goldrichtig und schnürte in der 30. Minute den Doppelpack. Die Freude hielt allerdings nur kurz. Mateo Zelic setzte sich über die linke Seite durch und stellte fünf Minuten später auf 2:2. Kurz vor der Pause musste Schmitt zudem verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
Nach dem Seitenwechsel bot sich der SGB zunächst die Chance zur erneuten Führung. Ali Gün setzte einen Kopfball nach einer Ecke über die Latte, wenig später wurde ein Treffer von Habermehl wegen Abseits aberkannt. Stattdessen schlug Freiburg zu: Aaron Frey brachte Zelic im Strafraum zu Fall, Fabian Rüdlin verwandelte den fälligen Elfmeter zum 3:2 (52.). Die Barockstädter suchten in der Folge den Ausgleich, doch Güns Abschluss war zu zentral. Auch in der Schlussphase wollte der Ball nicht mehr ins Tor – die nächste Niederlage war besiegelt.
„Wir machen momentan leider den einen oder anderen entscheidenden Fehler zu viel. In dieser Liga ist die Qualität einfach so gut, dass so etwas direkt bestraft wird“, sagte Cimen nach der Partie. Dabei habe seine Mannschaft offensiv durchaus mitgehalten: „Du kommst super ins Spiel mit dem frühen Tor, steckst den Rückschlag gut weg und gehst wieder in Führung.“ Auch nach dem 2:2 habe die SGB weitere Chancen gehabt, darunter eine Dreifachmöglichkeit mit Pfostentreffer und Nachschuss.
Dass es erneut nicht zu Punkten reichte, bezeichnete Cimen als „brutale Niederlage“. Neben den eigenen Fehlern müsse man auch die Qualität des Gegners anerkennen. Gerade das Tempo von Zelic habe Freiburg gefährlich gemacht. „Es war defensiv eine Mischung aus haarsträubenden Fehlern, aber auch enormer Qualität des Gegners.“ Die Balance müsse stimmen, damit die SGB aus ihren guten Phasen künftig Zählbares mitnehme.
Sorgen bereitet zudem die Verletzung von Doppelpacker Schmitt, der bereits in der ersten Halbzeit umgeknickt war. Schon in der Vorwoche habe er mit Problemen zu kämpfen gehabt. „Wir hoffen, dass jetzt nichts Dramatisches ist. Aber es sah im ersten Moment erst einmal nicht gut aus“, sagte Cimen. Trotz der Enttäuschung wolle er die positiven Ansätze mitnehmen: „Nach vorne hin sind doch viele gute Dinge dabei.“ Nun gelte es, die Fehler abzustellen und sich endlich wieder für den eigenen Aufwand zu belohnen.
Barockstadt: Horz; Habermehl, Pomnitz, Sarpei (87. Wähling), Dittmann, Hillmann, Frey, Schmitt (39. Gün), Elekwa (46. Göbel), Kraft (73. Reinhard), Ivankovic (73. Iljazi)
Freiburg II: Katz; Klein, Rüdlin, Rawerie (62. Dianzenza-Nkoussou), Catak (78. Michelbach), Zelic, Mohamed (46. Hug), Mijajlovic (87. James), Höfler, Tarnutzer, Adomah (87. Schiertz)
Schiedsrichter: Felix Stephan (Bilfingen)
Tore: 1:0 Sebastian Schmitt (1.), 1:1 Mladen Mijajlovic (25.), 2:1 Sebastian Schmitt (30.), 2:2 Mateo Zelic (35.), 2:3 Fabin Rüdlin (Foulelfmeter, 52.)
Zuschauer: 1030.
