Christian Geisendörfer, Vorstand Sport der SG Barockstadt, hält viel von Jagatic. „Ich kenne ihn als Top-Trainer und Top-Menschen“, sagt Geisendörfer gegenüber der Osthessen-Zeitung. Ob Jagatic tatsächlich die Nachfolge von Daniyel Cimen antreten wird, lässt er allerdings offen: „Ich kann das weder bestätigen noch dementieren.“
Für zusätzliche Bewegung sorgt eine Nachricht aus Leipzig: Die BSG Chemie Leipzig und ihr früherer Trainer haben ihren Rechtsstreit um den auslaufenden Arbeitsvertrag am Dienstag außergerichtlich beigelegt. Beide Seiten erzielten eine Einigung, über deren Inhalte Stillschweigen vereinbart wurde. Damit ist der Weg für Jagatic zu einer neuen Aufgabe frei.
Der 50-Jährige war von Januar 2019 bis Dezember 2024 Cheftrainer der BSG Chemie Leipzig und prägte dort eine erfolgreiche Phase der Vereinsgeschichte. Unter Jagatic gelang den Chemikern der Wiederaufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga. Zudem führte er die Mannschaft 2022 ins sächsische Landespokalfinale. Im Dezember 2024 wurde er von seinen Aufgaben freigestellt.
Eine Verbindung zur SG Barockstadt gibt es bereits: Die Fuldaer trafen im Rahmen ihrer Trainingslager mehrfach auf Chemie Leipzig. Auch sportlich bringt Jagatic reichlich Regionalliga-Erfahrung mit.
Bei der SG Barockstadt ist die Trainerstelle seit Montag vakant. Der Verein hatte sich nach der 1:5-Niederlage beim VfR Mannheim von Daniyel Cimen getrennt. Nach neun Spieltagen steht die „Föllsche Elf“ bei einem Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Zuletzt musste die Mannschaft fünf Pflichtspielniederlagen in Folge hinnehmen.
Damit verdichten sich die Hinweise auf eine baldige Entscheidung. Nach Informationen der Osthessen-Zeitung könnte Jagatic bereits am Donnerstag als neuer Cheftrainer der SG Barockstadt vorgestellt werden. Noch ist der Vollzug allerdings nicht offiziell bestätigt.
