Hoffnung macht zumindest, dass alle bisherigen Vergleiche zwischen beiden Teams in der Regionalliga jeweils das Heimteam gewinnen konnte. Viel mehr Dinge, die die SG Barockstadt als positiv werten kann, gibt es statistisch aber nicht unbedingt. Sechs Spiele schon sind die Fuldaer ohne Sieg in der Liga, brachten die englische Woche jüngst mit drei knappen Niederlagen hinter sich. Nach dem Spiel in Stuttgart gab Trainer Daniyel Cimen dem Team zwei Tage frei – aus guten Gründen: „Zum einen waren drei Spiele in sechs Tagen natürlich eine enorme Belastung. Zum anderen mussten die Jungs diese sehr enttäuschende Woche auch mental erstmal verarbeiten“. Am Dienstag spulte die SGB dann wieder eine „konzentrierte und fokussierte“ Trainingseinheit ab.
Aus dem vergangenen Spiel sind Ali Gün und Sebastian Schmitt noch etwas angeschlagen – während Gün wieder einsteigen wird, gab es bei Schmitt einen kleinen Fersensporn, den das medizinische Team beobachte. „Aber wir haben da noch Hoffnung für Samstag“, so der Trainer. Luis Klein ist derweil auch wieder eingestiegen, spürte aber noch leicht etwas bei der Belastung. Den ein oder anderen Akteur hatte Cimen zwecks Spielzeit am Mittwochabend auch in den U23-Kader beordert – der Nachwuchs spielte in der Verbandsliga gegen Dörnberg.
Die Ergebnisse würden zeigen, „wie verdammt eng die Liga ist“, betont Cimen – und spricht nicht nur die eigenen Ergebnisse an. Weiterhin gelte es, die Balance zwischen eigenem Torerfolg und defensiver Stabilität zu finden. „Wir mussten es leider schon oft spüren jetzt, dass Fehler gnadenlos bestraft werden. Wir erarbeiten uns in jedem Spiel unsere guten Phasen, aber natürlich geht es auch immer noch etwas besser“. Diese Dinge seien „nicht groß im Training trainierbar“, so Cimen: „Aber wir fordern es natürlich ein, schon da die Konzentration hochzuhalten“. Für Siege müsse die SGB schließlich viel investieren – schon in der Trainingswoche.
Mit dem SC Freiburg II komme am Samstag eine „spielstarke, dominante und sehr flexible“ Mannschaft nach Fulda, die die Defensive der SGB erneut vor eine große Herausforderung stellen wird“. Diese nehmen wir aber an, und wenn wir 90 Minuten konzentriert arbeiten, haben wir auch eine gute Chance, zu punkten“, ist Cimen überzeugt. Er lobt den SCF aber gleichzeitig: „Für mich sind sie aktuell fast schon die insgesamt spielstärkste Mannschaft“.
Wer von Beginn an aufläuft, halte sich der Coach noch offen. Zuletzt mussten unter anderem Reinhard und Dittmann einen ungewohnten Bankplatz einnehmen, dafür scheinen die Neuzugänge Ali Gün und Emmanuel Elekwa bereits festgespielt zu sein. Der eine oder andere Neuzugang darüber hinaus kämpft indes noch um seine Spielminuten. Doch Cimen macht klar: „Es geht immer wieder auch um Belastungssteuerung oder gewisse Matchups bei den Gegnern. Alle bringen ihre Leistung, und die Optionen sind bei uns immer im Kopf. Keiner lässt nach, und das werden wir natürlich auch immer in die Entscheidungen mit einfließen lassen“.
Insgesamt habe die SG Barockstadt auch ein generelles Problem, das sich die vergangenen Wochen herauskristallisiert hat: Cimen erkennt große Diskrepanzen zwischen den eigenen und den gegnerischen Toren. Das Fuldaer Tor in Stuttgart beispielsweise würde er, „wenn ich der gegnerische Trainer war, akzeptieren, weil es halt auch eine gewisse Qualität ist“. Die Gegentreffer, die seine SGB hingegen frisst, sehen anders aus: „Es war wieder ein langer Ball über 40, 50 Meter, der uns vor große Probleme stellt“. Die Abwehrqualitäten seiner Spieler stelle der Coach nicht infrage, weiß aber, dass die „Extra-Konzentration“ oder das „Bewusstsein“ fehlen würden, in solchen Momenten keine Gefahr entstehen zu lassen. Das will die Barockstadt besser machen – schon am Samstag gegen den Gegner aus dem Breisgau.
Natürlich berichtet Osthessen-Zeitung auch am Samstag wieder vom Spiel der SGB gegen Freiburgs Nachwuchs. Der Liveticker wird gegen 13.45 Uhr starten. Gestreamt wird die Partie wieder bei Leagues. Und Karten gibt es noch im Online-Ticketshop der SG Barockstadt.
