Lokales FD 22.09.2026

Räder für jede Lebenslage: „Fulda fährt Rad“ zeigt Mobilitätsvielfalt

Fulda – Von Marilena Alt – Lastenräder, Falträder, Liegeräder und spezielle Fahrräder für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Bei der Veranstaltung „Fulda fährt Rad“ auf dem Universitätsplatz drehte sich alles um die unterschiedlichen Möglichkeiten moderner Fahrrad-Mobilität. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche hatten die Stadt Fulda, der Landkreis und weitere Partner eingeladen. Besucher konnten verschiedene Modelle kennenlernen, ausprobieren und sich über aktuelle Entwicklungen informieren.

Fotos: Marilena Alt

Im Mittelpunkt stand unter anderem die Cargo-Bike-Roadshow. Zwölf E-Lastenräder für private und gewerbliche Zwecke konnten dabei besichtigt und getestet werden. „Es geht darum, Lastenräder kennenzulernen, Fragen zu stellen und Beratung zu unterschiedlichen Nutzungsaspekten zu bekommen“, erklärte Karen Rike Greiderer von Cargobike.Die ausgestellten Lastenräder sind speziell für den Transport schwerer Lasten ausgelegt und verfügen deshalb über leistungsstärkere Antriebe als herkömmliche E-Bikes. „Geeignet für jeden Transport, auch praktisch für Betriebe“, sagte Greiderer. Die Roadshow ist deutschlandweit unterwegs und machte mit ihrem Tourtag auch in Fulda Station. 

Für besondere Formen der Mobilität stand unter anderem ChrisBikes. Das Unternehmen präsentierte verschiedene Falträder und vierrädrige Modelle. „Gerade für Menschen, die Mobilitätseinschränkungen haben, bezüglich des Gleichgewichts“, seien diese Fahrräder geeignet, erklärte Geschäftsführer Christoph Garsche. Die Falträder eigneten sich zudem für Reisen und die Mitnahme in Zügen.

Auch für Rollstuhlfahrer wurden passende Fortbewegungsmöglichkeiten vorgestellt. Bei einem besonders leichten Carbon-Rad demonstrierte Garsche die einfache Handhabung: „Das kannst du mit einem Finger hochheben.“ Die Modelle gibt es auch als Laufräder, die für ältere Menschen eine Alternative zum Rollator darstellen können. Darüber hinaus präsentierte ChrisBikes ein Liegerad für Menschen mit besonderen körperlichen Voraussetzungen. „Wir haben auch ein Liegerad, für jemanden, der ein steifes Bein hat, Orthesen trägt oder gar nicht mehr mobil sein kann“, sagte Garsche.

Neben den Rädern selbst stand auch der Austausch über zukünftige Mobilitätskonzepte im Mittelpunkt. „Das ist ein Vernetzen von Menschen, die die gleiche Idee haben. Mehr urbane Mobilität statt Autos“, sagte Garsche. Ziel sei es, Menschen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen Möglichkeiten zur Fortbewegung zu eröffnen. Auch Themen wie Carsharing und weitere Projekte zur urbanen Mobilität wurden bei der Veranstaltung diskutiert.

Beim Bürgerdialog konnten sich Besucher außerdem mit Vertretern des ADFC und VCD Fulda sowie des Landkreises und der Stadt Fulda über den Radverkehr austauschen und eigene Anregungen einbringen. Der ADFC bot darüber hinaus eine Fahrradkodierung an. Den Abschluss des Tages bildete das zweite Night-Biking-Event 2026 gemeinsam mit BioBreadness. Damit wurde das Fahrrad in Fulda nicht nur als Verkehrsmittel für den Alltag, sondern auch als Bestandteil gemeinsamer Freizeitaktivitäten in den Mittelpunkt gerückt.

„Fulda fährt Rad“ auf dem Uniplatz. Fotos: Marilena Alt