In der vergangenen Woche wurde das Sandsteinelement planmäßig wieder montiert. Dafür war auch ein Autokran nötig, der die Vase zurück an ihren ursprünglichen Platz hob. Zuvor hatten bereits vorbereitende Arbeiten am Gerüst stattgefunden.
Doch bis zu ihrer Rückkehr war es ein langer Weg. Die Giebelvase hatte sich als sanierungsbedürftig herausgestellt. „Im Rahmen der Sanierung war nötig, die Risse im Korpus der Vase zu stabilisieren“, teilt Alexander Hoffmann-Glassneck, Pressesprecher des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH), auf Anfrage der Osthessen-Zeitung mit.
Sandstein musste verstärkt werden
Doch damit nicht genug: „Außerdem musste das Sandsteingefüge konstruktiv verstärkt werden, um die Standsicherheit der Vase zu erhalten“, erklärt Hoffmann-Glassneck. Auch der Sockel musste vollständig neu angefertigt werden – mit artgleichem Material.
Mehr als zwei Jahre lag die Vase nicht an ihrem angestammten Platz. Die Zeit zwischen Abnahme und erneuter Montage sei für die umfangreichen Arbeiten und die Vorbereitung der Rückkehr notwendig gewesen. „Die Zeit zwischen der Abnahme der Vase und ihrer erneuten Montage wurde für aufwendige Instandsetzungsarbeiten an der Vase sowie die Vorbereitung der erneuten Montage benötigt“, teilt der LBIH-Pressesprecher mit.
Insgesamt investiert das Land Hessen rund 90.000 Euro in die Sanierungsmaßnahme. Jetzt ist die Arbeit an der Vase abgeschlossen. „Weitere Arbeiten sind zunächst nicht geplant“, erklärt Hoffmann-Glassneck.
Auch das derzeit noch sichtbare Gerüst wird deshalb bald wieder verschwinden. Der Abbau soll bereits Ende dieser Woche beginnen und in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Danach ist der Bereich am Dom wieder ohne Einschränkungen zugänglich.
Dann ist auch der Blick auf die Fassade wieder frei – und die Giebelvase dort zu sehen, wo sie nach ihrer langen Sanierungsgeschichte nun endlich wieder hingehört: hoch oben am Fuldaer Dom.
